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Dieser Blog ist chronologisch. Um zum letzten Eintrag zu kommen, einfach runterscrollen.
Aber jetzt geh´s los…



Tja.... was soll ich erzählen?
Vielleicht, daß ich gar keine Ahnung habe, wie das funktioniert!
Also nicht wie man es bewerkstelligt, ein Kind hinzubekommen, sondern eher hier etwas einzustellen.
Naja.... es ist immer irgendwann einmal das erste Mal ... auch mit ´nem Kind!

Aber was soll ich erzählen?
Hmmmm....???
Also der kleine Nils.... oder Henning.... er hat sich noch nicht entschieden.... ist ein kleiner Sonnenschein.
Der Weg zur Arbeit ist ja eh nicht der allerschönste, aber es wird einem echt warm ums Herz, wenn der Kleine einen anstrahlt, sobald man in die Wiege blickt.
Allerdings macht die Arbeit davon auch nicht mehr Spaß.
Naja... aber dafür erwartet einen zu Hause wieder ein Lächeln.
Erst von der Mama und dann vom Nils... oder Henning... wie er will... muß sich halt noch entscheiden..... oder Mama ... oder wir... je nachdem.
Na hoffentlich entscheidet er sich mal bald.
Denn irgendwie ist etwas schwierig, ihn immer abwechselnd mit seinen Namen anzusprechen.

Ja... und was soll ich sonst noch erzählen?
Daß alle meinen, wir haben einen Klon von mir produziert?
Na wenn ich genauso war als ich klein war wie er jetzt, na dann kann ich ja stolz auf mich sein. Denn so pflegeleicht wie Nils ist, kann man sich ein Kind gar nicht wünschen.
Zwar können wir nicht durchschlafen und ich wache fast jede Nacht bis 3 Uhr morgens an seiner Wiege, aber er quengelt so selten und alles ist viel einfacher als wir es je zu träumen wagten.

Hmmm ....und sonst?
So stolz wir auf ihn auch sind.... er muß sich aber auch Kritik gefallen lassen.
Am 08.August fangen die olympischen Spiele in Peking an. Ich befürchte, Nils wird die Qualifikation zu nicht einer einzigen Wettkampfart schaffen, solange nicht Schlafen, Windeln-voll-machen oder Mama´s-Brust-leer-machen in letzter Sekunde olympisch werden.
Eigentlich hatten wir fest schon mehrere Goldmedaillen eingeplant, aber so wird das wohl nix. Offiziell werden wir aber seine Nichtteilnahme nicht mit einem Trainingsrückstand begründen, sondern als Boykott an den olympischen Spielen und somit als Protest gegen die Tibetpolitik der chinesischen Regierung darstellen.
FREE TIBET!!!

Ich werde schon mal gucken, wann die nächste Schach-WM terminiert ist.

Was soll ich sonst noch sagen?
Hab ich schon gesagt, daß Nils.... oder Henning... je nachdem.... total süss und unglaublich hübsch ist?
Klar... das sagen alle Eltern....
Aber bei ihm stimmt´s!
Muß ja auch.... wenn schon beim Aldi und beim Pennymarkt die Frau an der Kasse ihn unbedingt sehen will und nachfragt wie er heißt und 100mal betont, wie süss er doch sei und ich schon damit rechne, daß ich ohne Bezahlung den Laden verlassen kann. Da muß er einfach knuffig sein!
Zumal die Schlange hinter uns immer länger wurde, während die Kassiererin ihn bestaunte und Muttergefühle entwickelte. 


……………………


27.05.2008
Heute wieder mit einem Lächeln nach Feierabend erwartet worden.
Gestern nicht ganz so.... da war Nils... oder Henning... nicht so gut drauf und hat -ausnahmsweise- uns ganz schön Nerven gekostet. Er hat aus irgendeinem Grunde geweint und war nicht zu beruhigen. Auch mit durch-die-Wohnung-tragen war kaum...
...ach du scheisse... er lacht mich gerade an.... *schmelz*
wo war ich???
Ach so.... also er war auch durch Schaukeln und Rumlaufen nicht zu beruhigen, was nicht nur ihm, sondern auch fast Mama die Tränen in Gesicht trieb und mir das Trommelfell durch den Cortex cerebri Richtung innerer Schichten des Mittelhirns, weil ich Nils auf meine Schulter hatte, während er schrie.
Witzigerweise mußte dann jemand anders kommen, der ihn beruhigte. Also nicht Papa und nicht Mama waren in der Lage in zu besänftigen, sondern jemand, der bis dato noch recht wenig Erfahrung mit Babys hatte.
Als ich mit Nils in die Küche kam, hockte da unser Kater und spielte mit seiner Futterkugel. Einmal Nils... oder Henning... je nachdem... auf Queequeg aufmerksam gemacht, war er sofort ruhig und schaute ihm zu. So kam Queequeg auch zu einer Extraportion Katenmilch, damit Nils... oder Henning... was zu gucken bekam... zur beiderseitigen Freude.
Schön war auch anzusehen, wie Nils / Henning seine Hand in Richtung Queequeg streckte.

Falls jemand sich über den Namen unseres Katers wundert und woher der kommt, kann ich nur Moby Dick als Lektüre empfehlen oder den gleichnamigen Film mit Gregory Peck.
Wer denn Namen nicht aussprechen kann oder nicht schreiben oder er ihm irgendwie zu kompliziert ist, der kann ja es sich etwas einfacher machen und ihn wie Freund Dirk einfach Quickfick nennen.
Was der Kater aber sicher nicht besonders lustig findet, da er aufgrund einer Kastration nicht mehr dazu imstande ist.

Das gibt´s nicht. Unser Sohn ist schizo! Oder wie kann es sein, daß -ungelogen- er innerhalb von schätzungsweise 10 Sekunden erst lächelt, dann Schüppchen zieht, dann wieder lächelt, dann Schüppchen zieht, dann wieder lächelt und schlußendlich ganz normal guckt???

Vielleicht doch nicht Schach-WM???
POKER ist doch zur Zeit so beliebt?!....hmmmmm.... *grübel*


Übrigens ist Mama ganz stolz, daß er beim Windeln wechseln sein Hemdchen hochzieht und in Mama´s Augen also aktiv hilft.
Im Grunde greift er aber einfach nach etwas und zieht daran. Ich dachte gerade nur: Hoffentlich ist das kein Omen mit dem Hemd hochziehen und er wird mal Exhibitionist.

Generell wird der Kleine eh viel gelobt. Bei allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten und Situationen. Dabei kann er noch gar nicht viel. Aber Mama lobt ihn, wenn er einschläft, wenn er Bäuerchen oder einen Riesenschiss in die Windeln macht.
Das möchte ich mal sehen, daß während ich mich auf der Couch zum Schlafen hinlege und einen lauten Bierrülps von mir gebe, meine Frau mich mit den Worten lobt: Hast die Toilette super voll geschissen! Fein gemacht!"
Wie ungerecht!!!


…………………


28.05.2008
Ich sitz am PC, während … nennen wir ihn mal „NH-1“ … neben mir in seiner Wiege liegt und eingeschlafen ist. Es ist 22:45 Uhr. Mama hat sich auch hingelegt.
Ob es Sinn macht, Mama darauf hinzuweisen, dass ich aufs Klo muß? Wahrscheinlich nicht. Bis ich für Lautäußerungen wie Rülpsen -weil ich andere nicht mehr hinbekomme- oder Anzeigen, dass ich aufs Klo möchte oder regelmäßigen Stuhlgang gelobt werde, muß ich wohl warten bis ich alt und senil werde und auf den Pfleger, den ich hoffentlich zugesprochen bekomme, durch meine monatlichen Zahlungen in die Pflegeversicherung.
Die Welt ist so ungerecht.

Vor allem weil Henning schon einen Heiratsantrag bekommen hat. Das muß man sich mal vorstellen. In der technisierten Zeit heute natürlich nicht persönlich. Die Generationen von heute schicken sich ja Liebeserklärungen oder Scheidungswünsche per SMS. Wer noch nicht so technisch versiert ist, nimmt das Telefon.
So wie Nils´ Verehrerin.
Da denkt man sich nix, übermittelt einer guten Bekannten Geburtstagswünsche per Telefon und was passiert? Die Tochter schnappt sich den Telefonhörer und sagt, dass sie Nils … oder Henning… oder beide… heiraten wird!
Tja… da ist man platt und muß sich als Eltern erst mal darauf einstellen, dass der Sohn schon mit nicht mal 3 Monaten ohne große Anstrengungen die Damenwelt um den Verstand bringt.
Was sagt man dazu???
Ich würde sagen: RESPEKT!!!
Hatte ich schon bereits erwähnt, dass viele sagen, Nils würde mir sehr ähnlich sein?

Nils hat übrigens auf den Heiratsantrag nicht geantwortet. Ob es daran liegt, dass er es sich noch überlegen möchte und noch nicht sicher ist oder vielleicht doch möglicherweise, unter Umständen, möglichenfalls , eventuell, denkbar wäre, womöglich daran liegen könnte, dass er noch nicht der deutschen Sprache… oder allgemeiner formuliert… noch nicht irgendeiner Sprache mächtig ist, ist nicht auszuschließen.

Vielleicht kann er aber doch sprechen, aber die Umwelt ist einfach zu ungebildet, ihn zu verstehen.
Ein Schicksal, was viele Babys mit ihm teilen.
Fakt ist, dass er heute Abend -und wie Mama bestätigte, auch den ganzen Tag- ziemlich gebrabbelt hat. Nur verstanden hat ihn keiner.
Ein Schicksal, dass ich manchmal auch mit ihm teile.

Ich denke mal, viele Eltern wünschten sich einen Babelfisch (siehe auch Per Anhalter durch die Galaxis) den sie auch wenn es sicher ekelig ist, sich in die Ohren stecken könnten, um ihre Babys zu verstehen.
Ich bin mir sicher, die Babys wünschten das ihren Eltern auch.

Das wäre sicher sehr hilfreich... bei ... äh ... vielen Dingen.
Zum Beispiel wüßte ich dann jetzt bereits schon, ob der Heiratsantrag angenommen ist.


…………………


29.05.2008
Verdammte Hacke! Nachdem Nils schon mal ganz interessiert zugeguckt hat, wie ich Guitar Hero zocke und ich nun gerade im Internet bei You tube mir Videos von z.Bsp. Pearl Jam, Disturbed, Living Colour und anderen Bands -teilweise aus alten Zeiten- angucke, fällt mir ein, dass ich ungefähr die Dauer der Halbwertszeit von U235 nicht mehr auf einem Konzert am abrocken war und werde sentimental.
Wird Zeit, dass der kleine Nils endlich groß wird und mit Papa auf Independent-, Rock- und Punkkonzerte geht.
Da dass morgen noch nicht sein wird, sollte er endlich mal es schaffen, nach Sachen zu greifen.
Dann können wir die Zeit bis zum ersten Konzert damit überbrücken, dass wir im Co-op-Carrermodus zusammen Guitar Hero zocken.
Mama wird sich freuen… oder auch nicht, denn dann drehen wir den Fernseher mal so richtig laut.
Oder noch viel besser … wir schliessen ihn an die Stereoanlage an.
Wie sang noch mal Herbert Grönemeyer??? „Ich mag Musik nur, wenn sie laut ist!“


……………………


30.05.2008
Tja... was soll ich erzählen?
Hmmmm.... also eigentlich ist heute nix Besonderes passiert. Klein-Nils hat geschlafen, als ich zur Arbeit gefahren bin. Schade.
Dann war kurz Besuch von.... äh... wie heißt das... ach ja... eine Tante von ihn... und... äh .... Cousine???
Irgendwie muß ich mich mal schlau darüber machen, wie man die verschiedenen Verwandschaftsgerade nennt.
An was man alles denken muß, wenn man Papa geworden ist.
Tja.... was sonst noch?
Ach ja... bei Nils die 3te ist ein Schwarzweißbild, wo er auf seinem Arm schläft und ganz süss dabei grinst. Da ist im Hintergrund den Ordner zu sehen. Ist mir erst vor kurem aufgefallen. Hatte ich schon mal erwähnt, daß Leute meinen, er würde mir sehr ähneln, der Kleine. Und nun lächelt er und im Hintergrund ist ein Ordner eines Chemieunternehmens. Ob das ein Omen ist??? Schließlich hab ich ja auch irgendwann angefangen, mich für Chemie zu interessieren.


..............


31.05.2008
Aua!
Gestern hab ich von Nils gar nix gehabt. Morgens war er noch nicht wach, als ich zur Arbeit ging und abends war ich gar nicht zuhause. Es war nämlich Sommerparty von der Firma veranstaltet.
Aua!
Wetter war zwar nicht so der Brüller, aber es regnete ja erst ab 9Uhr abends oder so und da verlagerte sich das Ganze eben vom Biergarten nach drinnen.
Aua!
Das Ganze sah ungefähr so aus: http://www.oldwoodhouse.de/Seiten/anfahrt.html
War ganz nett da.
Autsch!
Sollte so ne Westernparty werden, also bekam jeder schon mal nen Cowboyhut am Anfang... Au!
Ich laß mal die weniger interessanten Partien weg....
Aua!
... und komm zu dem Punkt, der mir in Erinnerung geblieben ist.
Ich sag nur 44,3 Sekunden.
Autsch... tut das weh...
Es wurden verschiedene Spiele gemacht und unter anderem stand da so ein Teil rum. So ein Bulle eben.... mit 10 Stufen der Wildheit.
Tja... und der Typ am Gerät startete mit Stufe 4 und man sollte sich 15 Sekunden darauf halten bis er dann eine Stufe höher drehte. Die meisten flogen schon bei Stufe 4 runter, einige wenige schafften es bis Stufe 5.
Ich weiß nicht wie, aber irgendwie überlebte ich Stufe 4 und auch Stufe 5.... ich war jedesmal völlig aus der Puste... und dann drehte er auf Stufe 6.
Es war bestimmt ein herrliches Schauspiel für die Zuschauer, denn man wird auf diesem Teil hin- und hergeschleudert ... jetzt weiß ich auch, wie sich meine Socken in der Waschmaschine fühlen müssen .... und man ist nicht nur damit beschäftigt, sich IRGENDWIE auf dem Bullen zu halten, sondern auch so, daß man, wenn man nach vorne geschleudert wird, nicht mit den Kronjuwelen auf den Metallgriff knallt.
Das tut nämlich saumäßig weh.... aber dafür kann man dann wie ein echter Cowboy auch auf dem Bullen "Yieeeehaaa" rufen.... nur drei Oktaven höher.
Ich hab versucht ... mit Erfolg... diesem Schicksal zu entgehen. Man meinte zwar zu mir, ich hätte ja bereits einen Sohn und von daher wäre es ja nicht so schlimm, aber ich dachte mir, man muß ja nicht seine primären Geschlechtsmerkmale als Airbag benutzen und Eierspeisen wie Rührei (unter Cowboys auch scherzhaft "scrambled eggs in the underpants "genannt) oder geschlagene Eier ständig in der Hose mit sich tragen.
Aber dafür, daß ich gekonnt dem Griff ausgewichen bin, hab ich jetzt am Steiß ein blauen Fleck. Außerdem schmerzt mir der Rücken und ich hab nen Muskelkater im rechten Oberarm, sowie in beiden Oberschenkeln.
Wie elegant ich vom Bullen abgestiegen bin, weiß ich nicht, aber danach zitterten mir die Knie und die Hand, so daß ich froh bin, daß mir nicht das Bierglas, was mir gereicht wurde nicht direkt wieder aus der Hand viel.
Um Mitternacht war ich dann zuhause und Henning schließ und Mama war auch nicht mehr weit davon entfernt.

Was total klasse ist.... um mal von meinen Erlebnissen auf einem Bullen zum Kleinem zu kommen... er brabbelt immer mehr und interagiert richtig mit einem, denn er anwortet, wenn man "Hallo" sagt, indem er "häääaaa", "hööööö" und "haööö" von sich gibt, was wir drei dann nach wenigen Augenblicken zusammen anstimmen....
Ich guck dann immer, ob das Fenster auch zu ist... wegen der Nachbarn...


..............


08.06.2008
Tja… ein paar Tage sind ins Land gegangen.
Alle Blessuren sind verheilt.
Wo ich gerade hier sitze, kommt allerdings ein Hörschaden neu dazu.
Wenn man dem Kleinen etwas vorsingt oder brabbelt, stimmt er meistens mit ein.
Ich sitz hier gerade und Zwei brabbeln und singen wie Yolante (Elisabeth Volkmann) in ihren besten Zeiten bei Klimbim.
Ansonsten wird Nils… oder Henning wie ihn Mama immer öfter nennt… hab ich schon erwähnt, dass Nils der Namenswunsch von Mama war? … also ansonsten wird Henning… oder Nils… immer kräftiger. Wenn HN-1 liegt und man nimmt ihn bei den Händen, dann zieht er sich schon mit in die Sitzposition hoch. Sonst war bisher seine einzige Mitarbeit dabei, dass er Nacken- und Armmuskulatur versteift und er dadurch nicht wie ein nasser Sack hochgezogen wird. Aber nun zieht er sich sogar mit hoch… schön…
Für Mama war das natürlich wie der Gewinn der Fußballweltmeisterschaft.
Wenn ich mich alleine aus dem Bett hochrappel, werde ich leider nicht mit ähnlichen Begeisterungsstürmen empfangen.
Wie ungerecht.


………………….


09.06.2008
Heute war U4 von HN-1 … also nicht, dass jetzt jemand denkt, dass wir zu Hause ein Gentechniklabor für biologische Kampfstoffe haben und in Deutschland den Erreger der Vogelgrippe kultivieren oder dass wir ne Geflügelfarm haben… aber Mama sorgt ja etwas für Namensverwirrung… egal … wir wollten, dass er zwei Namen bekommt… jetzt hat er sie … und er ist ja unser erstes Kind
so… wo war ich…???
Äh… im Zweifelsfalle vorm Monitor und tippe gerade…
… äh … Faden verloren…
wäre bei Stricken auch nicht toll… hier jetzt auch doof… mal überlegen…
… ööööööööööhh… ach übrigens…da fällt mir beim Thema „Stricken“ gerade ein
Stricken ist die Herstellung von Maschen mit Hilfe eines Fadens und zwei oder mehrerer Nadeln…
oder auch http://www.youtube.com/watch?v=2I2b64-ykyE
hehehehehehe
aber ich schweife ab… wo war ich?
Also wo ich bin , weiß ich ja… immer noch vorm Monitor
also… wir haben keine Geflügelfarm… ne…das war es auch nicht…
genau… heute unser Sonnenschein mit Mama (Papa war nicht dabei… musste arbeiten) bei der U4 … äh, wer es nicht weiß… das ist nicht die zweite Nachfolgeband von U2, sondern die vierte Vorsorgeuntersuchung bei Kindern.
Und Nils… oder Henning… hat sie mit Bravour bestanden… alles ok! So was lässt das Elternherz höher schlagen.
Dabei hat unser Kleiner aber auch 2 Spritzen bekommen… oder genauer gesagt: 2 Injektionen…
Die ersten Impfungen. Die Einstiche hat er laut Mama tapfer ausgehalten, aber dann fing er doch an zu weinen, weil der Impfstoff - wie schon die Ärztin vorwarnte – sehr brennt.
Da musste ihn Mama dann trösten, welche selbst mit den Tränen zu kämpfen hatte.
Jetzt ist er den ganzen Tag schmusebedürftig, meint Mama.
Bin ich aber auch… aber der Kleine geht vor, sagt Mama. Er hätte ja auch heute 2 Piekser bekommen.
So ein Mist.
Irgendwie doch alles ungerecht.
Ich geh demnächst Blut spenden.


………………….


11.06.2008
Gestern war ich total platt. Bin irgendwann auf der Couch beim Fußball gucken eingepennt. Frag mich gerade, warum ich so kaputt war.
Keine Ahnung…
Vielleicht ist es mir entfallen, WEIL ich so kaputt war.
Egal… ist ja nicht so wichtig.
Also WEIL ich irgendwann eingepennt bin, ist auch nicht so viel passiert.
Und heute? Naja… heut morgen bin ich zur Arbeit, da hat unser Kleiner noch geschlafen als ich gegangen bin. Aber dafür bin ich heut abend mit einem Strahlen erwartet worden.


………………….


12.06.2008
Na supi *grrrr*
Deutschland : Kroatien
Anstoß um 18:00
Es ist 17:55 und ich bin eh schon spät dran, weil ich nicht so früh von der Arbeit weg bin (und der Weg nach Hause ist weit) und jetzt DAS…
Mir wurde von der obersten Heeresleitung mitgeteilt, dass der Nachschub an die Popofront zum Stocken gekommen ist. Die Verluste sind groß. Die Reserven sind aufgebraucht. Vor allem die Sanitätstruppen klagen über mangelndes Verbandsmaterial.
Die Windeln sind fast alle!!!
Ich gebe Durchhalteparolen aus…
“Klemmt die Arschbacken zusammen! Es wird bis zur letzten Windel durchgehalten!“
Aber nichts hilft. Die Truppen verweigern den Gehorsam und die oberste Heeresleitung droht mit Kapitulation.
17:58
Ballack steht im WörtherseeStadion im Mittelkreis und erwartet den Münzwurf des Schiedrichters.
Ich steh bei DM an der Kasse mit 2 Packungen Babylove-Windeln.
18:00
Anstoß in Klagenfurt
Ich schmeiß die Windeln auf die Rückbank und geb Gas.
18:20
Endlich sitz ich auf der Wohnzimmercouch und kann mir das Spiel angucken.
Das Spiel läuft nicht zugunsten der Deutschen. Zu wenig Bewegung, zuwenig Engagement, zuwenig Zug zum Tor, zu viele Fehler im Aufbau und im Devensivverhalten. Die ersten Chancen für die Kroaten.
18:24
Mittelfeldspieler Darijo Srna erzielt das 1:0 für die Kroaten nachdem eine Flanke von der linken Angriffseite des Gegners nicht verhindert wird und im Strafraum Marcel Jansen nicht richtig zum Gegner steht.
Erschreckend vor allem die Unzulänglichkeiten der deutschen Mannschaft im taktischen sowie im Zweikampfverhalten. Die Deutschen lassen den Kroaten viel zu viel Raum, sind gedanklich stets zu langsam, agierten uninspiriert und konzeptlos. Selbst die Anführer Michael Ballack, der sein 50. Länderspiel als Kapitän bestritt, und Torsten Frings bleiben blass.
19:19
Nachdem Lehmann einen abgefälschten Schuss an den Pfosten lenkt, erzielt der Hamburger Bundesliga-Profi Ivica Olic das 2:0 in der 62. Minute für die überlegenen Kroaten, als er den Abpraller direkt versenkt.
19:29
Mama kommt mit Nils … oder Henning …  auf dem Arm auf mich zu und ist völlig verzweifelt. Ich leide mit ihr, denn mir ist auch bewusst, dass den Deutschen droht, das Spiel zu verlieren. Aber Mama meint, Nils würde seine Socke gleich verlieren.
„Sie fällt gleich vom Fuß.“ - Ich fall fast von der Couch.
19:36
Der Podolski erzielt mit seinem dritten Turniertreffer das Anschlusstor.
Hoffnung keimt auf.
Aber nichts hilft.
Schweinsteiger sieht in der 91.Minute wegen einer Tätlichkeit noch die rote Karte und die Deutschen verlieren das Spiel.
Aber Nils hat noch seine Socken an, was Mama wichtiger als das Spiel der Deutschen ist.
Die Welt ist ungerecht.


………………….


14.06.2008
Hab gerade zum ersten Mal nach Monaten mal wieder gegen ne Kirsche getreten. War überrascht, daß ich das kleine Training ohne Herzschrittmacher und Beatmungsmaschine geschafft habe. Zu Hause angekommen, freu ich mich die Familie wieder zu sehen und ziehe die Fußballschuhe aus.
Mama schaut entgeistert auf meine qualmenden Socken, rümpft die Nase und möchte mich aus dem Zimmer verbannen.
Nur Nils Henning guckt interessiert auf die beiden Natural-Raumparfümierer und lächelt.
Es gibt doch noch Gerechtigkeit!


………………….


25.06.2008
EM-Halbfinale, Deutschland gegen Türkei in Basel. Ich mach den Fernseher an und Steinbrecher sagt: „Die deutsche Mannschaft ist eingelaufen…“
Ich hoffe nicht, dass das Auswirkungen auf das Kopfballspiel der Deutschen hat. Wenn ja, dann eben den Ball flach halten und hoffen, dass die Türken das nicht ausnutzen. Aber Johannes Bartholomäus Kerner meint, dass er guter Hoffnung sei … Ich denk mir nur, wer hat ihn denn geschwängert … und vor allem WIE?
Und der Kaiser meint zur Aufstellung der Deutschen, die identisch ist mit der Mannschaft aus dem Portugalspiel: „Wir Münchner sagen immer, Never change a winnig team!“
Ich wusste noch gar nicht, dass die Amtssprache in München Englisch ist und dass die Münchner die einzigen sind, die diese Weisheit gepachtet haben.
Jetzt tritt auch noch Revolverheld auf mit dem … *würg* … offiziellen Fußballhit im ZDF auf. Ach du scheiße… die wollen auch nur an den Erfolg von Sportfreunde Stiller anknüpfen und billig Kohle scheffeln… mir wird bei dem Song gerade schlecht und könnte Kotzen wie Nils, wenn er zuviel getrunken hat und danach rumstrampelt. Nicht gerade meine Mucke.
Ok… genug der flachen Witze…
Hab ja jetzt ne zeitlang nicht gebloggt… was ist so passiert.
Also Nils … oder Henning… hat noch keine großen Fortschritte beim Schach gemacht. Ich bin da etwas unzufrieden, schließlich hat er schon die Olympiaquali sausen lassen und jetzt verliert er jede Schachpartie gegen mich und verbessert sich kein bisschen. Auch lässt sein Siegeswille zu wünschen übrig. Andauernd gibt er die Partien auf und schmeißt den König als Zeichen der Aufgabe um.
OK… er schmeißt eigentlich nicht nur den König, sondern im Grunde fast alle Figuren direkt am Anfang um. Wenn er nicht selber sogar umfällt, denn auch Sitzen kann er noch nicht wirklich alleine.
Na.. Spaß beiseite
Also unser Kleiner kann wirklich noch nicht soviel… aber wenn man ehrlich ist, dann ist das mit nicht mal 4 Monaten auch nicht sehr verwunderlich. Aber man merkt, dass er immer aufgeweckter wird, immer mehr lacht und dies nicht nur völlig zufällig, sondern ganz gezielt auf die Faxen, die man macht. Er greift ziemlich kräftig zu und hilft mit, wenn man ihn zum Sitzen aus der Liegeposition hochzieht und auch sonst wird er immer aktiver und brabbelt ziemlich viel, welches ihm einen Heidenspaß macht. HN-1 wird vielleicht kein Olympionike, aber möglicherweise liegt seine Stärke eher im Schreiben, jedenfalls hat unser Kleiner voller Enthusiasmus auf die Tatsatur gehämmert… während ich ihn auf dem Arm hatte und eine Mail schrieb.
Er verbreitet schon ziemlich viel Freude und er hat ein sehr gewinnendes Lächeln. Mama meint, dass er das schon bei ihr ausnutzt und dass sicher auch später einsetzten wird, denn sein Lächeln verspricht jetzt schon alle Herzen zu brechen.
… und Murat (hat im Gästebuch gepostet)… ich kann nur hoffen, dass unsere beiden Kleinen später gut Knete machen, damit unsere Renten sicher sind.
So… Spiel beginnt gleich… hoffentlich gewinnen die Deutschen (schade Murat *grins*) … das Spiel gegen die Össis hat Nils verschlafen und auch gegen Portugal war eh eher wenig motiviert… an seinem Fußballenthusiasmus, da muß ich noch dran arbeiten … jetzt ist gleich Anstoß… ich muß weg 
http://www.youtube.com/watch?v=PZt7nx-Y5P0


………………….


26.06.2008
Wer jetzt nach einem Tag etwas Weltbewegendes erwartet, den muß ich leider enttäuschen. Deutschland hat zwar das Halbfinale gewonnen, aber mit einer ziemlich durchwachsenen Leistung und Klein-Nils hat jetzt auch nicht die ersten Luftsprünge gemacht. Weder während des Spiels, noch danach. Heute abend ist er etwas quengelig und ist die meiste Zeit am Meckern. Keine Ahnung warum.
Vielleicht mal telefonieren?… gestern hat er zum ersten Mal am Telefon nicht nur ein paar leise Töne, sondern mal etwas mehr gebrabbelt, obwohl ihm das Mobiltelefon erst etwas suspekt war, was ihn dazu bewegte, mal das Gesicht zu einer Schnute zu verziehen und dann im nächsten Moment zu Lachen und wieder andersrum. Da merkt man, dass er der Sohn von einem Zwilling und einer Waage ist.
Obwohl… damit kenne ich mich ja gar nicht aus.
Ansonsten... "KATER?! ... los... mach mal Männchen, vielleicht lenkt das Nils an!"


………………….


27.06.2008
Brauch ja nicht erwähnen, dass Kater Queequeg unseren Kleinen beruhigen konnte… auch ohne Männchen zu machen.


………………….


28.06.2008
Irgendwas hat Nils die letzten Tage. Ich hab nur keine Ahnung was… und auch Mama ist ratlos.
Der Einzige, der nicht ratlos guckt, ist Queequeg… aber das wird weniger daran liegen, dass er die Weisheit mit Löffeln gefressen (da schon eher das Dosenfutter vom Aldi) und im 6.Semester Kinderpsychologie hat, sondern eher daran, dass
1. er keinen Plan hat wie wir
2. ihn das eh nicht interessiert, Hauptsache er kriegt was zu fressen
3. er sowieso nicht ratlos gucken kann, denn Katzen sind nicht gerade berühmt dafür, Stimmungen durch verschiedene Gesichtsausdrücke zu zeigen
Außerdem … woher sollte er schon wissen, was Nils haben könnte. Schließlich ist er ähnlich unerfahren wie wir,
Queequeg hat ja keine eigenen Kinder und wird auch niemals welche haben… Wie auch… Mama war ja mit ihm mal beim Tierarzt… schnippschnapp
Ich hab ja versucht, zu intervenieren, aber nix hat geholfen.
Irgendwann hat Queequeg dann angefangen, Mama hin und wieder leicht in die Füsse zu zwicken… jaja… nicht nur Elefanten haben ein Gedächtnis.
Aber jetzt ist er lieb und beteiligt sich manchmal freiwillig, manchmal unfreiwillig an der Erziehung von Nils, zumindestens bei der Bespaßung.
Jetzt ist allerdings 2 Uhr nachts und Nils ist nur mit Müh und Not (und mit Kater) zu beruhigen. Keine Ahnung warum. Er ist einfach aufgewacht und weint bitterlich, ohne aber irgendein Wehwehchen zu haben. Anscheinend hat er ein Schreck bekommen oder hat Angst… aber wovor hat ein Baby Angst und haben Babys vielleicht schon Alpträume?
Ich glaube, ich mach mich mal kundig über das Thema „Erziehung“.
http://www.youtube.com/watch?v=bWHETM59PXE&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=D5Rw6LeJ8C0&feature=related


………………….


29.06.2008
Tja… was soll man jetzt sagen?
Spanien ist verdient Europameister. Nils hat das kommen sehen und sich die letzte halbe Stunde des Spiels schlafen gelegt. Ansonsten waren Nils, Mama und ich mit Dirk, Dani und Nils´ Jugendliebe Emily im Kaisergarten spazieren. Hier haben die beiden auch das erste Mal sich an die Hand genommen.
Naja…vielleicht sollte man sagen, dass Emily eher nach Nils´ Arm gegriffen hat, aber die beiden sind ja noch wild und ungestüm. So ist das in jungen Jahren… wenn man unter 1 Jahr alt ist.
Aber trotzdem haben wir als Eltern ein waches Auge auf die beiden. Man weiß ja nie… die Kinder werden ja heutzutage immer extrem früh reif.


………………….


01.07.2008
Heute wieder Badespaß mit Papa. Das bedeutet Schweißperlen auf Mama´s Stirn, denn mit Papa wird auch schon mal weiter raus geschwommen ins tiefere Wasser, da wo es gefährlich wird und Untiefen sind. Aber irgendwo zwischen Windeln und Muttermilch muß ja auch mal ein bisschen Nervenkitzel sein. Wo sonst soll Nils Henning seinen Adrenalinschub denn herbekommen…
… wenn nicht in der Badewanne?


………………….


06.07.2008
Nils … oder Henning…. wird immer aktiver und beweglicher. Er formt immer mehr Laute und brabbelt nun mehrsprachig. Das Manko bei dem Ganzen ist allerdings, dass Mama und Papa damit etwas Verständnisprobleme haben und wir mal im Internet das Programm von der VHS durchgucken sollten, vielleicht gibt´s ja ´nen passenden Kursus, so was wie „Babygebrabbel für Anfänger – Interpretationen und Übersetzungshilfen zur kindlichen Sprache“.
Ansonsten spielt er mittlerweile schon mit seinen Füssen und dreht sich schon mal auf die Seite.
Nachdem am gestrigen Samstag Papa sich beim Fußball am rechten Oberschenkel eine ziemlich große und schmerzhafte Schürfwunde zugezogen hat, musste Mama beim Badespaß einspringen. Da wurde Nils natürlich auch sauber und hatte eine Menge Spaß, allerdings mit viel weniger Nervenkitzel, denn mit Mama wird nicht ins tiefe Wasser geschwommen und auch selbst im Nichtschwimmer eine Rettungsweste angezogen. So ist das halt. Mama paßt immer schön auf und denkt immer an die Sicherheit. Aber Jungs wollen eben auch mal Abenteuer erleben.... und  Abenteuer und Action gibt´s eben nur mit Papa. Da also heute es nur eine Runde im Babybecken gab, wird HN-1 und Papa das anderweitig nachholen. Ich schätze, wir werden nächste Woche mal mit Fallschirmspringen anfangen. So für den Anfang reicht das. Schließlich sollte man nichts überstürzen.


………………….


15.07.2008
Hat irgendjemand gesagt, dass Nils … oder Henning … total pflegeleicht sei? War ich das oder Mama?
Im Grunde ist er immer noch ein lieber Fratz, aber in letzter Zeit schläft er nachts nicht mehr so lange an einem Stück und abends wird er ziemlich quengelig, wenn er müde wird. Allerdings will er auch nicht ins Bett und wird richtig wild, wenn man ihn in selbiges legt. Oder es reicht irgendein Furz (zum Beispiel das Geräusch eines Mixers), um ihn in ein minutenlanges Weinen zu versetzen, in dem er sich so reinsteigert, dass er nach einiger Zeit zwar nicht mehr weiß, warum er schreit. Aber das ist dann auch eigentlich wurscht, denn dann Nils weint auch ohne Grund bitterlich weiter. Also bleibt einem nichts anderes übrig, als ihn die ganze Zeit auf dem Arm zu halten und zu wiegen, bis er einschläft. Die Kinderärtzin hat bei der Impfung Mama gesagt, dass das an einem Entwicklungsschub liegt. … na wie toll…. Also Kinder sind schon was Komisches… da werden neue Nervenbahnen im Gehirn geknüpft und plötzlich erschließt sich so einem kleinen Racker etwas völlig Neues und was passiert? …. Die Kleinen sind danach so durch den Wind, dass sie völlig verstört sind und nur noch Weinen.
Also wenn das bei Erwachsenen auch so wäre, dann hätte Einstein wahrscheinlich geweint, als ihm die Relativitätstheorie einfiel und ein buddhistischer Mönch würde in Tränen ausbrechen, wenn durch jahrelange innere Einkehr und Askese er sein inneres Ich auf eine höhere Bewußtseinsebene anhebt und Erleuchtung erlangt. Wenn das alles so wäre, wie im Babyalter, dann hätte die Menschheit wohl nicht mal das Rad erfunden.
Aber dafür hat Nils jetzt mittlerweile mitbekommen, dass er Füße hat. Die nimmt er nun immer öfter in die Hände und hat seinen Spaß dabei. Vor allem wenn man Nils Henning vorsichtig auf seine Füße stellt, dann kommt er aus dem Grinsen nicht mehr raus. Vielleicht weil sich Mama und Papa so freuen, dass er dann schon kleine Schritte macht… oder zumindestens Mama und Papa es sich einbilden und sich dabei freuen wie Schneekönige … und darüber lacht er sich wahrscheinlich platt.


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18.07.2008
So… ein Tag nach dem ersten Hochzeitstag ist wieder Normalität in unser Heim eingezogen. Gestern hatten wir erst einen Kurztrip nach Paris unternommen, um uns mal zur Feier des Tages was zu gönnen und vormittags in der Stadt der Mode mit 12 großen ALDI-Tüten in den Läden der Top-Designer so richtig zuzuschlagen. So haben wir uns mal richtig stylisch eingekleidet beim Briten John Galliano, dem Chefdesigner von Dior und schauten unter anderem auch bei Jean-Paul Gaultier mit seinem eigenen Geschäft nahe der Bastille vorbei. Dann besuchten wir noch diverse Designergeschäfte im Westen der Stadt, im 8. Arrondissement, welches im goldenen Dreieck liegt, das durch die Champs-Elyses, die Avenue Montaigne und die Rue Franois 1er gebildet wird, und entlang der Rue de Faubourg St.Honor. Danach machten wir im extra angemieteten Learjet einen Abstecher nach London, um dort im Lahore Kebap House (2-4 Umberston Street, London, E1 1PY), einem pakistanischem Restaurant, was zur Top Ten in der englischen Hauptstadt zählt, schnell zu Mittag zu essen. Frisch mit Wachteln aus dem Tandoorlehmofen gestärkt, ging es dann nach Venedig, wo wir uns mal kurz von einem Gondeliere die Sehenswürdigkeiten der Stadt haben zeigen lassen wie zum Beispiel die Seufzerbrücke (Ponte dei Sospiri), welche den Rio Canonica o Palazzo zwischen dem Dogenpalast und dem ehemaligen Gefängnis überspannt. Nahe der Mündung des Canale Grande in das Markusbecken steht die prächtige Basilika della Salute, wo wir im Inneren der Kirche zahlreiche alte Gemälde bestaunt haben. Auf das Singen des Gondoliere haben wir verzichtet, denn da wir noch so einiges erledigen wollten, hatten wir die Gondel mit einem 300 PS starken Außenborder ausgestattet… da hätten wir eh nix mehr gehört.
Dann noch kurz in der Mailänder Scala vorbeigeschaut, um dann in Langen … okay, is keine europäische Kulturmetropole… bei Juan Amador den Gaumen durch Köstlichkeiten der molekularen Küche zu verwöhnen. War alles sehr lecker, aber macht doch nicht satt. Also noch schnell ein Steak vom Koberind bestellt. Das ist etwas teuerer, aber das macht ja nix. Ist eben was besonderes, wenn das Rind jeden Tag mit Whisky massiert wird und Bier zu Saufen bekommt. Sind ja Nichtraucher… zum Glück… sonst würde das Steak aufgrund des ganzen Alkohols wohl direkt flambiert werden.
Danach wieder nach Hause, wo wir uns dann noch die Füße haben massieren lassen und noch mal die Errungenschaften aus Paris uns anguckten, bevor wir uns Schlafen gelegt haben.
Ja… so war das.
Ein wirklich gelungener Tag.
HALLOOOO?!?!
Natürlich war das nicht so… aber das dürfte einem schon klar sein.
Schließlich geht´s hier in diesem Blog um unseren Kleinen, der einen schon etwas auf Trab hält, so daß man nicht mal bei seinem Hochzeitstag bei McDonalds vorbeischauen kann. Außerdem muß der Rubel rollen und deshalb war Papa arbeiten und Mama hat Klein-Nils betreut und die Wohnung in Schuß gehalten.


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19.07.2008
Es passiert nicht viel … außer dass bei dem Gebrabbel von Nils … oder Henning… Mama irgendwann „MAMA“ herausgehört haben will. Objektiv betrachtet brauchte man schon sehr viel Einbildung, um überhaupt ein „M“ zu hören. Aber egal… für Mama war es ein „MAMA“, was dazu führte, dass sie so schluchzte und glasige Augen bekam. Ich versteh ohnehin nicht, wie man aus dem ganzen Gebrabbel jetzt schon „MAMA“ raushören will, wo doch HN-1 andauernd 3,82 Liter Speichel pro Minute sabbert. Das scheint übertrieben, aber in Wirklichkeit läuft Nils soviel Sabber aus dem Mund, dass man mit dem Abwischen gar nicht mehr nachkommt Das soll aber bei Babys normal sein. Ich frag mich nur langsam, wie das gehen soll. Also nicht das Abwischen, sondern wie die kleinen Hosenscheißer es schaffen, soviel Speichel zu produzieren, dass innerhalb eines Tages das Fassungsvermögen der Badewannen einer mitteleuropäischen Kleinstadt zusammenkommt. Denn eigentlich müsste ja genauso viel Flüssigkeit aufgenommen werden. Da das aber nicht der Fall ist, wird anscheinend das Gesetz von der Erhaltung der Masse bei Babys außer Kraft gesetzt. Nicht dass bei Säuglingen Masse vernichtet wird (da schon eher mal die Nerven der Eltern), sondern es wird augenscheinlich Masse aus dem Nichts (oder zumindestens aus wenig Masse wie Muttermilch oder Brei) produziert. Was folglich den Schluß zulässt, dass hier Energie in Masse umgewandelt wird. Als Energieformen stehen dem Kind zum Beispiel die Eltern zur Verfügung, die vor allem wenn es darum geht den kleinen Schreihals ins Bett zu bringen, einiges an Energie aufbringen müssen und dabei verlieren. Das Kind nimmt diese dann dankend auf und wandelt sie in Speichel um. Da nach dem Energieerhaltungssatz und der Einstein´schen Formel E=m*c² reichlich viel Energie für die produzierte Menge an Speichel (welche äquivalent ist mit der herabstürzenden Wassermenge der Niagarafällen in derselben Zeiteinheit … und auch optisch damit ähnelt) aufgebracht werden muß, fragt man sich woher die Energie kommen soll. Wahrscheinlich sind Kinder nur Aliens, welche die im Weltall vorkommende „dunkle Materie“ zu sich nehmen. Davon gibt es nämlich reichlich. Ungefähr 90% des Weltalls bestehen daraus. Das Dumme ist nur, dass man nicht sieht, wie die Kiddies das machen, denn man sieht sie ja nicht… die dunkle Materie, meine ich… sie ist eben nicht nur schwer… sondern vor allem dunkel.
Wenn man nur das Gebrabbel von Säuglingen verstehen würde… wahrscheinlich plappern sie andauernd darüber, wie ihnen die dunkle Materie schmeckt und wie sie das überhaupt machen. Würde man das verstehen, könnte man sicher auch umgekehrt aus dunkler Materie Energie gewinnen und der ganze Schnickschnack um Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken wäre überflüssig und man würde sich wahrscheinlich zur Arbeit beamen statt mit dem Auto zu fahren und Erdöl zu verbrennen.
Aber dummerweise verstehen wir Säuglinge nicht und sie verlieren ihr Wissen und die Eigenschaft Materie umzuwandeln auch in dem Moment, wo sie das erste Mal klar und deutlich „MAMA“ sagen und mit dem Sprechen anfangen.


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20.07.2008
Nils hat 2 Sachen gelernt bzw. 2 Erfahrungen gemacht. Nachdem er nun ziemlich sicher greifen kann und nicht per Zufall was in die Hand bekommt, hat er gestern sich nach Mama´s Aussage vom Bauch auf den Rücken gedreht. Aber da war Papa nicht dabei ... leider.
Nun aber hat Nils einfach so sich mal gedreht... während er mit Papa gespielt hat.... und das ohne Hilfe!
Die nächste neue Sache war, daß Nils zum ersten Mal einen Brei bekommen hat. Und man mag es nicht für möglich halten... nicht nur Papa (der ihn mit dem Löffel gefüttert hat), sondern auch Nils ist beim Essen sauber geblieben. Ohne Murren und mit viel Appetit wurde der Brei von Nils Henning verspeist.
Und dann hatte noch Mama ihre Sternstunde als unser Knirps beiläufig beim Brabbeln sowas wie "MEHME" von sich gab und Mama das natürlich sofort als "MAMA" identifizierte.
An diesem Sonntage waren alle superglücklich.
Nils bekam seinen Brei und wurde den ganzen Tag bespaßt.
Mama freute sich über Nils´erste Vokabel.
... tja... und wenn die Family glücklich ist, Nils nicht knöttert und Mama auspannen kann, dann... ja dann kann es einem nur gut gehen.... und nebenbei schafft man noch ein paar Level an der Dunkelküste.


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02.08.2008
Nils macht jetzt abends hin und wieder Probleme beim Einschlafen.
Wir waren heute im Rhein-Ruhr-Zentrum, wo er die ganze Zeit gut drauf war oder ein Nickerchen machte. Aber wenn es Richtung Bett geht, fängt er an zu quengeln. Nachdem er kaum zu beruhigen war, haben Mama und Papa ihn in seine Wippe gesetzt und ihn darin geschaukelt… und oh Wunder… er ist eingeschlafen und konnte auch von da in seine Wiege gelegt werden.
Was aber heute total klasse war… also in RRZ wollten wir diversen Kram holen und ein bisschen shoppen. Dabei hatten wir einen Verkaufsständer gesehen, an dem Sonnenbrillen hingen. Darunter waren auch einige Kindersonnebrillen, die wir natürlich gleich mal ausprobieren müssten … und siehe da … Nils hatte dabei einen Riesenspaß. Jedesmal wenn man ihm ein neues Modell aufsetzen wollte, sah man bei ihm schon die Vorfreude im Gesicht. Wir hatten eigentlich erwartet, dass er vielleicht völlig irritiert sein könnte und vielleicht anfängt zu weinen. Aber nix da… Nils machte sogar eine besonders coole Figur.
"It´s cool, man!"
Da fällt mir noch ein, daß Mama im Rhein-Ruhr-Zentrum meinte, daß unser Kleiner so hübsch wäre und dabei strahlte sie von einer Backe zur anderen. Wobei mir dann wieder einfiel, daß das erstens stimmt und zweitens Nils auch andere in seinen Bann zog. Letztens mit ihm kurz nach der Arbeit spazieren gewesen. Während Nils in seinem Baby Björn (das ist ein Tragegestell für Babys als Hinweis für alle Nichteltern und anderweitig wenig mit "sabbelnden Kleinkinder Beschäftigten" unter uns) sitzend die Gegend betrachtete, kamen wir an einen Fußballplatz vorbei, wo gerade ein Spiel lief. Um es kurz zu machen... ich kann nur sagen, es erfüllt einen schon mit Stolz, wenn die Leute hinter einem anfangen von Nils zu schwärmen und man hört wie süss sie ihn finden (dabei noch ein Herzliches Dankeschön an meine Nichte Tina und ihren Freund Vito für die tolle Mütze, die ihren Teil dazu beitrug, daß Nils die Leute so faszinierte).


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07.08.2008
Also vorletzte Nacht wusste ich nicht, ob Nils Henning oder unser Nachbar eine Etage höher für eine schlaflose Nacht bei uns sorgte… aber egal… schlaflos ist schlaflos.
Ansonsten rollt unser Kleiner immer besser von Bauch auf den Rücken und zurück. Aber kann sein, daß ich das schon mal erwähnt habe, was dann aber nur davon zeugt, daß die Entwicklung bei einem Säugling zwar schnell vonstatten geht, allerdings trotzdem nicht mit der Geschwindigkeit vergleichbar ist mit der Elementarteilchen aufeinander in Teilchenbeschleunigern aufeinander knallen und dann zerbersten…. die armen hat auch keiner gefragt…
http://zms.desy.de/e548/e550/e5838/e242/index_ger.html
Hier ein paar Bilder von den armen Socken….
Gerade fällt mir was wieder auf… und zwar wie bescheuert man als Erwachsener ist, wenn man sich MIT Säuglingen unterhält bzw. diese UNTERHÄLT. Ich veranschauliche mal den Sachverhalt mit folgendem Beispiel: Nils liegt auf der Couch und ist ziemlich entspannt. Mama sitzt daneben und hat ihm gerade was zu trinken gegeben. Papa sitzt am PC und schreibt am Blog… äh … kurze Zwischenfrage … da ich gerade hier schreibe, daß ich am Blog weiter schreibe… während ich am Blog schreibe … also quasi davon berichte, was ich tue, obwohl Teile davon in der Vergangenheit stattgefunden haben… äh … befinde ich mich dann jetzt sozusagen in einer Endlosschleife??? … Kollidiert das nicht mit der Urknalltheorie (wo wir eben noch bei Teilchenbeschleunigern waren) …bin ich in der Schleife jetzt gefangen??? … und wenn ja, kann ich dann trotzdem noch zwischendurch mal aufs Klo gehen? Das wäre mir nämlich schon mal wichtig … aber ich schweife ab … wo war ich stehen geblieben? … ach ja … also Nils liegt auf der Couch und hat getrunken und ich drehe mich um und grinse ihn an. Er guckt zu mir und um eine Reaktion zum Beispiel in der Form eines Lächelns von ihm zu bekommen, frage ich ihn: „Hast du schön getrunken?“
Was für ein Quatsch!
Nicht nur, daß man nicht „schön“ sondern höchstens viel trinken kann, nimmt das Ganze noch groteskere Züge an, indem ich die Frage wiederhole: „Hallo? Hast du schön getrunken?“
Und man könnte jetzt denken, „Jetzt hat er schon zweimal die Frage gestellt, was erwartet er denn?“
Das frage ich mich ja mittlerweile auch, sonst würde ich ja hier nicht über den Sachverhalt referieren.
Aber der Wahnsinn gipfelt dann noch darin, dass die Frage ein drittes Mal gestellt wird: „Na, hast du schön getrunken?“
Da fragt sich der Leser … und mittlerweile ich mich auch, was erwarte ich und auch jeder andere Erwachsene denn, wenn er mit Säuglingen spricht? … Daß das Kind auf die Frage antwortet???  Wie denn, wenn es noch nicht Sprechen kann und bisher nur rumbrabbelt. Und auch durch das mehrfache Wiederholen der Frage, wird sich der Zustand nicht radikal ändern. Jedenfalls nicht wesentlich in den nächsten Minuten oder einem Zeitraum, wo man eine Atwort auf die Frage haben möchte. Was bringt es einem, wenn plötzlich 4 oder 6 Monate später das Kind einen „Ja“ sagt? Da kratzt man sich doch am Kopf und weiß gar nicht mehr, was das Kind einem sagen möchte. Und selbst wenn man einen Zusammenhang herstellt … wen interessiert es ein halbes Jahr später, ob das Kind schön getrunken hat? … da gibt es doch sicher interessantere Themen auf der Welt.
Wie zum Beispiel, ob das Weltall aus dem Big Bang oder dem Big Crunch entstanden ist … also es einmal einen Big Bang gab und weiter expandiert oder es irgendwann wieder implodiert und dann wieder alles von Neuem beginnt.
Natürlich gibt es noch andere wichtigere Fragen …. wie zum Beispiel … äh … Komme ich gleich noch aufs Klo?
Wo wir wieder beim Thema sind … aber diesmal bei einem völlig anderem. Warum können Kinder – laut Äußerungen von Erwachsenen – „schön“ trinken? Generell können Kinder irgendwie alles „schön“ gestalten. Da wird sogar dem Gang auf das Töpfchen etwas „Schönes“ abgewonnen („Na, bist du schön aufs Töpfchen gegangen? oder „Hast du fein A-A gemacht“ ).
Da wundere ich mich gar nicht mehr, daß Kinder erst später Sprechen lernen. Wahrscheinlich können sie das schon direkt nach der Geburt, aber sie verheimlichen das gekonnt, denn sie wollen sich nicht den Spaß verderben, wenn wir Erwachsenen so einen geistigen Schwachsinn fabrizieren … wir Erwachsene sind schon die richtigen Alleinunterhalter für Säuglinge und Kleinkinder.
Ansonsten … was wollte ich sonst noch von Nils Henning berichten?
Er kann immer fester zupacken. Macht einen natürlich stolz, wenn der eigene Sohnemann gelernt hat, so richtig toll zu zugreifen. Es kann einem fast schon die Tränen in die Augen treiben … aber mittlerweile auch, weil es einem weh tun kann, wenn er sich mit seinen kleinen Fingernägeln zum Beispiel in einen Oberarm oder mit der ganzen Hand in den Haaren festkrallt.
Zum Abschuß des Tages noch etwas Melancholisches. Nils / Henning und ich haben uns zusammen folgendes Lied angehört.
http://de.youtube.com/watch?v=xqMeldOPDwA&feature=related


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12.08.2008
Ja… Hallo erstmal
Was ist passiert?
Also gestern eine Freundin beim Einkaufen getroffen (Hallo Jessica). Lange nix mehr voneinander gehört gehabt und natürlich kam prompt die Frage, „wie geht´s dem Kleinen, wie der Mama, wie fühlt man sich als Papa und was hat sich verändert“. Und bei den letzten Fragen musste ich irgendwie echt überlegen, denn irgendwie kann ich es gar nicht glauben, dass Nils erst 5 Monate alt ist. Es kommt mir schon viel, viel länger vor, als ob es nie anders war und er einfach dazu gehört. Wenn ich „alte“ Bilder von ihm von den ersten Wochen sehe, ist es schwer vorstellbar, dass er das ist, denn er ist viel „erwachsener“. Er ist eben kein kleines Baby mehr, dass nur rumliegt, schläft, trinkt und Windeln voll macht. Mittlerweile ist er voller Tatendrang, lacht lauthals und hat schon seinen Willen (was wir zu spüren bekommen, wenn er müde ist, aber nicht ins Bett will, sondern geschaukelt werden möchte). Er ist nun eine kleine Persönlichkeit, die sich – obwohl er noch nicht Sprechen kann (zumindestens lässt er uns in dem Glauben wie jedes andere Baby auf dieser Welt) – uns durch sein Lachen und Knöttern schon mitteilt, was er mag und was nicht. Erstaunlich ist auch, was er für eine Mimik hat. Sein Lächeln verzaubert einen und wenn er eine Augenbraue hochzieht, drückt er schon seine Skepsis aus (das mit der Augenbraue hat er übrigens von Mama).
Heute hat Mama bei Papa auf der Arbeit angerufen und stolz verkündet, dass … Traraaaaaaaa … Nils / Henning seinen ersten Zahn bekommt. Mama war richtig außer sich vor Freude und völlig aufgedreht am Telefon, dass ich es mir bildlich vorstellen konnte, wie Mama von einem Ohr zum anderen strahlt.
Bin gespannt ob Mama immer noch so strahlt, wenn Nils auf ihren Finger oder woanders mit seinem ersten Zahn draufbeißt. Ich werde ab jetzt vorsichtiger agieren, wenn Nils meinen kleinen Finger als Kaustange missbraucht.


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22.08.2008
So… willkommen alle miteinand´.
Also… nachdem nun Nils seinen ersten Zahn hat, wovon soll das jetzt noch getoppt werden? Naja.. so auf Anhieb fällt mir nichts ein, aber ich kann ja mal erzählen, was am letzten Sonntag war.
Also da war eigentlich nix Besonderes. Nils hatte seinen Mittagsschlaf schon hinter sich und seine Eltern wollten mal gucken, was man so machen kann. Da aber Hinz und Kunz nicht zu erreichen war oder anderweitig verplant, wurde dann einfach beschlossen, dass man Spazieren geht. Das bis dato wieder etwas Zeit ins Land ging und Nils leicht müde wurde, machte nichts, denn es sollte ja nur ein kurzer Spaziergang werden. So einmal um den Block. Deshalb bekam Nils nur noch kurz die Brust - so als Wegzehrung - aber net zuviel, damit er nicht sofort wieder einschläft. Denn, weil wir ja nur mal kurz frische Luft schnappen wollten (Mama meint, Nils muß jeden Tag mal nach draußen, denn da sei mehr Luft als inner Wohnung), kam Papa auf die tolle Idee mal wieder den Baby Björn zu benutzen (noch mal für alle Nichteltern und anderweitig wenig mit „sabbelnden sowie sabbernden Kleinkinder“ Beschäftigten unter uns: das ist ein Tragegestell für Babys, welches man sich um schnallt und dann das Baby vor dem Bauch parkt).
http://www.babybjorn.com/de/Deutsch/Produkte/Mobilitat/BABYBJORN-Tragesitz-Original/
Okay… also Nils … oder Henning vor den Bauch geschnallt und auf geht´s. (mittlerweile hat sich auch eine gewisse Regel beim Ansprechen unseres Kleinen durchgesetzt: Papa sagt Nils zu ihm und Mama nennt ihn Henning… das Witzige daran ist, dass Mama Nils und Papa damals Henning bei der Namensgebung vorgeschlagen hat)
Draußen vor der Tür traf dann Papa die Entscheidung, wo es heute lang geht. Es sollte mal eine andere kleine Runde gemacht werden. Die übliche kannte man schon auswendig.
Nachdem man dann nach ´ner Viertelstunde an eine Weggabelung beim Eintritt in ein Naturschutzgebiet kam, traf Papa wieder eine weise Entscheidung, die für eine gewisse Abwechslung beim Spaziergangalltag sorgen sollte.
„Also so oft laufen wir ja nicht hierher, aber den linken Weg, den hatten wir schon mal. … Hier rechts, den hatten waren wir noch nicht! Lass uns den mal nehmen. Der geht auch bergab!“
Der Weg war recht angenehm zu laufen (ging ja bergab) und man war direkt in einem kleinen Wäldchen.
“Also wenn wir dem hier folgen, dann müssen wir uns nur irgendwann links halten, dann kommen wir sicher auf den anderen Weg von der Gabelung zurück.“
So sprach ich, denn es entbehrte nicht einer gewissen Logik.
Allerdings ging es ziemlich lange immer nur geradeaus, ohne dass es nur einen Abzweig gab. Außerdem ging es stetig bergab, was auf den ersten Blick natürlich nicht sonderlich beunruhigend ist, da es sich ja immer noch leicht laufen lässt. Schließlich ist es ja nicht ganz so einfach, die ganze Zeit Nils vor sich umgeschnallt zu haben, denn unser kleiner Sonnenschein wiegt mittlerweile 8,2 kg.
Dabei frag ich mich mal wieder, wie man dazu kommt, kleine Kinder als Sonnenschein zu bezeichnen, wo doch Photonen, die sicher den Hauptteil der Sonnestrahlen und damit des Sonnenscheins ausmachen, quasi keine Ruhemasse haben, sprich: absolut NICHTS wiegen. Mittlerweile war aber Nils eingeschlafen und sank dabei wie ein nasser Sack in den Baby Björn, so dass ich Nils´ Gewicht schon ein klein wenig merkte. War also nix mit Ruhemasse Null … obwohl er ruhig war.
Okay… aber egal … man war ja an der frischen Luft. Draußen ist ja mehr als drinnen davon.
Irgendwann nach schier endlosem Geradeausmarsch durch den Wald, kam man in einer kleinen Siedlung aus, wo es auch dann 2 Möglichkeiten gab, wovon aber rein von der Logik her, nur die linke in Betracht gezogen werden konnte.
Nachteil war allerdings… es ging aus der Siedlung wieder raus in den Wald…. Aber viel schlimmer noch… Es ging bergauf.
Dann aber ein Lichtblick. Schon nach kurzer Zeit ging es wieder links und wir erwarteten so, schnell nach Hause zu kommen. Dumm war aber nur, dass es ein Privatweg war und außerdem Durchgang verboten und sowieso sah es nach einer Sackgasse aus.
Naja .. macht nix.. der Weg auf dem wir waren, ging ja noch weiter. Der machte dummerweise nur so ne leichte Rechtskrümmung und führte damit immer weiter weg vom eigentlichen Ziel. Aber man war dann wieder im Wald und da ist frische Luft und nur deshalb sind wir hier.
Nachdem es dann mehrere Kilometer bergauf und bergab ging und sich kein Rückweg eröffnete (Zurücklaufen kommt sowieso nicht in Frage, das ist was für Spießer), traf man endlich auf Anzeichen von Zivilisation … ein Kanaldeckel wurde gesichtet.
Irgendwann später konnte dann auch ein Pärchen der Gattung Homo sapiens ausgemacht werden. Zu Studienzwecken dieser heimischen Tierart wurde kurzerhand mit der Kontaktaufnahme begonnen:
“Hallo, können sie uns sagen, wohin dieser Weg führt? Wir wohnen in Mülheim-Heimaterde und würden gerne wissen, wie wir dahin zurückkommen?“
Das Weibchen verstand uns und auch das Männchen konnte sich durch Laute uns mitteilen:
“Mülheim-Heimaterde??? Sie sind hier schon in Essen-Haarzopf und wenn sie hier weiterlaufen kommen sie Richtung Flughafen.“
Na ganz toll…
“Aber wenn sie hier weiterlaufen und dann die zweite Gabelung links nehmen dann kommen sie irgendwann auch wieder zurück. Dauert aber noch etwas. Also so ne halbe Stunde bis dahin müssen sie noch rechnen… bis zur Gabelung wohlgemerkt.“
Wird ja immer besser…
Mittlerweile dachte ich mir, dass jetzt ne kühle Dusche was Feines wäre, denn Nils wurde immer schwerer. Er zog quasi Masse an, wie es sonst nur ein schwarzes Loch vermag.
Aber toll war, dass er die ganze Zeit ruhig war. Selbst wenn er nicht mehr schlief, betrachtete er aufmerksam die Gegend. … Ich selbst hätte nur zu gern auf meine Füße geschaut, um den Eindruck zu gewinnen, dass es vorwärts geht und um nicht zu sehen, wie weit sich der Weg teilweise zieht bis zur nächsten Kurve.
Ja … aus diesem Grunde hätte ich gerne auf meine Füße geguckt, um mir die Illusion vorzugaukeln, dass wir weiterkommen … es ging nur nicht, da Nils im Tragesitz vor meinem Bauch hing.
Naja… lange Rede, kurzer Sinn… irgendwann kamen wir an die Gabelung… wir fanden dann auch den weiteren Weg nach Hause. Papa hatte Recht, dass man sich nur mal links halten muß, um nach Hause zu kommen. Aber wie sollte ich denn ahnen, dass „Links“ so lange auf sich warten lässt. Ansonsten hab ich hin und wieder noch Mama gezogen, aber das hatte ich wohl verdient… was reisse ich auch so die Klappe am Anfang auf: „…den Weg rechts hatten wir noch nicht!“ Nach mindestens 2,5 Stunden Gewaltmarsch und Nils umgeschnallt, kamen wir endlich nach Hause.
Im Grunde war das alles nur, weil Mama meinte, wir müssen an die frische Luft.
Ich werde mir überlegen, ob man nicht ein Airconditionsystem an jedes Fenster pappt oder Löcher in die Wände schlägt, wo dann eine riesige Abluft- und Frischluftanlage dafür sorgt, dass drinnen auch ne tolle Luft ist, von mir aus noch mit Wald- und Wiesenaroma angereichert. Hauptsache ich muss nicht noch mal so einen Gewaltmarsch wie bei der Bundeswehr machen. Wofür hab ich denn sonst verweigert?


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24.08.2008
Heute war wieder mal Badetag. Aber dazu später.
Was ich nämlich loswerden wollte… Nils brabbelt immer mehr und jetzt konnte man auch das erste Mal so was wie „lala“ und „hallo“ raushören, wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass das mehr als zufällig gewesen ist. Aber er kann schon ein paar verschiedene Laute. Man (in diesem Fall die Eltern) kann stolz auf ihn sein.
Übrigens… gerade eben frisch entdeckt:
NILS HENNING hat sein zweites ZÄHNCHEN!!!
Okay.. sind wir noch mal ehrlich… man kann sein zweites Zähnchen kommen sehen. Beide Zahnkronen sind schon zu erkennen, da sie schon durchs Zahnfleisch brechen. Und für diejenigen, die genau wissen wollen, welche Zähne es sind: es sind die beiden mittleren Schneidezähne unten.
So… aber jetzt zum Baden.
Diesmal wieder volles Programm. Nicht nur gelbe Ente und grünes Giraffenthermometer (warum ist die eigentlich grün?) war mit von der Partie, sondern die komplette blaue Walfamilie… und natürlich Papa. Mama war draußen und hat alles beobachtet. Anfangs hat Nils mit den verschiedenen Tieren gespielt und sie geknuddelt. Später hat dann Nils wieder entdeckt, dass man mit Wasser so richtig Spaß haben kann, wenn man mit dem Bein oder der Hand auf die Wasseroberfläche schlägt. Da ist Mama natürlich nass von geworden, was natürlich noch mehr Spaß machte. Papa testete in der Zwischenzeit die Eignung der kleinen Walfamilie, welche mit einem Loch zum Spritzen ausgestattet ist, als „Wasserpistole“. Das Ergebnis der Stiftung Papatest war „sehr gut“ und die kleinen Wale können auch über größere Distanzen noch hervorragend ein anvisiertes Ziel treffen. Kurzerhand machte Papa also mit bei der Planscherei und Spritzerei und machte Mama mit nass. Jungs müssen ja zusammenhalten. Außerdem konnte sich Mama schlecht revanchieren, weil Nils und Papa schon nass waren (bleibt auch nicht aus, wenn man in einer vollen Badewanne sitzt).
So was muss man(n) ausnutzen!


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25.08.2008
Heute ist mal wieder was Besonderes passiert, denn:
Tätäääää… die Post ist da!
Nils Henning hat seinen zweiten Brief in seinem Leben bekommen. Der erste war von der Krankenkasse und beinhaltete die Versicherungskarte. Also nicht ganz so prickelig. Der zweite war aber viel besser … und so persönlich!
Denn Nils ist von der Bundeszentrale für Steuern angeschrieben worden und hat seine persönliche Identifikationsnummer bekommen. Er hat zwar noch keinen Ausweis oder Pass, aber die Steuerbehörde verpasst ihm schon mal eine Nummer als Identifikationsmerkmal (http://www.steuerliches-info-center.de/de/003_menu_links/001_CC/001_SteuerID/index.php) nach § 139b der Abgabenordnung.
Diese Nummer wird (wie vielleicht einige jetzt auch per Brief erfahren haben bzw. noch erfahren werden) für steuerliche Zwecke verwendet und ist lebenslang gültig. Nils Henning soll jetzt diese Nummer bei seinen Anträgen, Erklärungen und Mitteilungen zur Einkommen und Lohnsteuer gegenüber Finanzbehörden angeben. Vorerst soll er auch zusätzlich noch seine Steuernummer verwenden.
Nur mal zur Erinnerung: Nils Henning ist 5 Monate alt!!!
Von einer Steuernummer wissen wir noch nix und ich denke, auch Nils tappt da noch ziemlich im Dunkeln.
Ach ne ... er tappt noch nicht mal im Hellen, denn Krabbeln kann er noch nicht.
Also wer sich so was hat einfallen lassen, Babys schon so eine Nummer zu verpassen, hätte vielleicht mal überlegen sollen, dass Babys in den seltensten Fällen ein Einkommen haben, welches sie versteuern müssen. Auch hab ich noch nicht sooo häufig gehört, dass Babys als Selbstständige arbeiten und ein Gewerbe haben.
Naja… irgendwie typisch Deutschland …
Aber vielleicht hat Nils ja doch ein Einkommen??? Aber das Blöde ist, dass wie (Mama und Papa) davon nix haben werden. Wir können ihn ja nicht mal fragen, wo er sein Konto hat … er kann ja noch nicht sprechen… bzw. … er gibt vor, dass er nicht sprechen kann…. ja, genau… das wird es sein.
Ein These war ja, daß ein Baby direkt nach der Geburt sprechen kann, es aber vor seiner Umwelt verheimlicht (zumindestens vor den Erwachsenen). Ich glaube, dass ist auch so, denn die Hinweise und Gründe mehren sich. Nicht nur, dass es sich den ganzen Spaß nimmt, wenn es normal spricht, denn nur so kommt es ja in den Genuss, dass die Erwachsenen wie blöde irgendwelchen Schwachsinn mit brabbeln (wie wir schon weiter oben einmal vermuteten) … Nein, es kommt noch hinzu, dass die Eltern ihr Baby arbeiten lassen würden (z.B. in einem Callcenter), was das Baby natürlich vermeiden will. Schließlich ist es viel schöner durch die Gegend getragen zu werden, andauernd ein Nickerchen machen zu können und mehrmals am Tag eine warme Mahlzeit zu bekommen. Daß man sich den Popo auch noch nicht selbst abwischen muß, kommt quasi als Sahnehäubchen oben drauf.
Das alles müsste aber ein Baby aufgeben, wenn es zugeben würde, dass es Sprechen kann.
So leben die meisten Eltern auf diesem Planten in dem Glauben, dass ihre Kinder anfangs nur brabbeln können und kein Wort verstehen.
Tja… falsch gedacht… das Bundeszentralamt für Steuern weiß es besser und schickt schon mal Nils Henning (wie wahrscheinlich allen anderen Kiddies) einen Brief mit seiner Identifikationsnummer, damit er sein Einkommen versteuern kann, von dem die Eltern gar nix wissen.


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30.08.2008
Mama wechselt gerade die Windeln bei unserem Kleinen… Nils macht ein etwas angestrengtes Gesicht, was Mama zu der Bemerkung hinreißt: „Jetzt mach noch mal schnell in die Windel! Los… drück mal…  Braaaaav!“
Eben damit das Wechseln nicht umsonst ist und die neue schon nach kurzer Zeit wieder mit irgendwelchen Ausscheidungen voll gemacht wird, versteht sich.
Tja… so ist das in jungen Jahren… da wird man noch liebevoll aufgefordert, schnell sein Geschäft zu erledigen und man nimmt es einem auch nicht krumm, wenn man der Aufforderung nicht nachkommt und eine frische Windel direkt nach dem Anlegen ihrer eigentlichen Bestimmung zukommen lässt.
Im hohen Alter sieht das dann ganz anders aus. Da kommt dann jemand vom Pflegedienst, der völlig unterbezahlt ist und deshalb einem wenig liebevoll sagt, daß man doch mal bitte den Hintern hochnehmen soll, damit die Windel gewechselt werden kann. Da das Pflegepersonal heutzutage gleich mehrere hundert Leute abzufertigen hat, wo andere gerade mal ihre Frühstückspause erledigen, wird man von denen natürlich vorwurfsvoll angeguckt, wenn einem etwas in die frische Windel entfleucht.
Aber so ist das eben… in jungen Jahren kann man sich alles erlauben… nicht wahr, Nils?


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07.09.2008
So.... Neues vom Nils!
Ja, was gibt´s denn so? Also Nils kann noch nicht krabbeln - wäre auch etwas früh – aber Mami behauptet, dass unser Kleiner schon kurz auf allen Vieren war. Ansonsten kann er sich Dingen durch stetiges Rollen nähern oder er dreht sich auf der Stelle, wenn etwas rechts oder links von ihm liegt. Wenn er sich dabei weit drehen muß, dann kann das schon mal aussehen, wie bei einem Leopard 2 Kampfpanzer, nur dass Nils sich nicht auf Ketten bewegt… aber manchmal noch ähnlich schwerfällig.
Oh.. ist das schön… Nils sitzt gerade auf dem Boden… fängt kurz an zu quengeln … ich rufe ihn mit „Nils“ ... und er reagiert, dreht sich um und lächelt einen an. Da kann man schon vor Glück eine Träne verdrücken.
Ansonsten… was ist sonst passiert?
Es läuft der elektrische Reiter im Fernsehen… ein Film, den man nur empfehlen kann … ein wenig alt, aber mit Robert Redford und einer super Stelle im Film, wo er auf einem schwarzem Hengst vor einigen Polizeiwagen flieht. Als ich den Anfang des Films Mama erklären will (weil eben nicht von Anfang an gesehen), sage ich:
„Also da ist dieser Reiter. Der war ein Rodeoreiter und ist dadurch sehr bekannt. Jetzt ist er Werbeträger für Frühstücksflocken und eine Erdölfirma. Er tritt bei Shows auf und sitzt dabei auf einem berühmten Pferd, dass sich die Erdölfirma auch sicherte. Der Reiter (Robert Redford) wird der –elektrische Reiter- genannt, weil er bei den Shows einen Anzug mit vielen blinkenden Lämpchen trägt. Als er merkt, dass das Pferd mit Steroiden aufgepeppt und mit Drogen fügsam für die Shows gemacht wird, sieht er die Möglichkeit seinem Leben wieder einen Sinn zu geben und das Pferd davor zu bewahren, dass es vergiftet und steril wird. Also kurzerhand verführt er das Pferd…. „
„Bitte, WAS macht er?“, fragt Mama.
„Ups … äh … ne … versprochen … er ENTFÜHRT es!“
Jetzt ist Abend… naja, so langsam isset schon Nacht (22:39) und Nils ist endlich eingeschlafen, nachdem ich ihn rumgetragen, geschaukelt, ins Bett gelegt … wieder rausgenommen, weil wieder wach geworden und wieder auf den Arm genommen und rumgetragen habe … und nachdem das auch nicht den von uns ersehnten Schlaf bei Nils auslöste (obwohl er richtig müde war, was man an den nur noch als Sehschlitze zu bezeichnenden Augen erkennen konnte), habe ich ihn dann auch noch so lange in seiner Wippe geschaukelt kurz bevor mir der Arm ab zufielen drohte. Es ist manchmal ja schon schwer genug, so einen Kleinen in den Schlaf zu wiegen, aber richtig frustrierend ist es, WENN die kleinen Racker schon mal nach schweißtreibender und Nerven aufreibender Arbeit im Land der Träume sind, dass sie, sobald sie man sie dann ins Bett legen möchte, sie sofort wieder wach werden, wenn sie mit ihrem Hintern nur die Matratze berühren. Anscheinend ist das so eine Art Sensor eingebaut.
Ich frag mich nur langsam, wo man den ausschalten kann!
… verdammt… er ist wieder wach…
Ich meld mich ein anderes Mal. Da will wohl jemand wieder geschaukelt werden.


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14.09.2008
Heute war Nils auf seinem ersten Kinderfest! Das fand hier in unserem Stadtteil statt. War eigentlich mehr was für Kinder so ab 4 würde ich sagen, aber egal. Wir alle da hin und einfach mal und das angeguckt. Dabei konnte Papa sich mal ein Bierchen trinken und mit Mama ´ne Pommes rot-weiß essen.
Bin mal gespannt, wie es nächstes Jahr aussieht… denn dieses Kinderfest ist jedes Jahr bei uns draußen.


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27.09.2008
So… was gibt´s Neues? Also zur Zeit passiert nicht so wahnsinnig Spektakuläres. Nils macht Fortschritte, wobei sich aber die Sachen, die er schon kann stetig verbessern, aber jetzt nicht irgendwas Weltbewegendes dazu kommt, wie zum Beispiel die Entdeckung eines neuen Elementarteilchens. Allerdings schmeißt Nils jetzt Dinge, die er in die Hand nimmt, schon mal von sich. So gesehen, könnte Nils ein Teilchenbeschleuniger sein, drückt man ihm nur irgendein Käsecremetörtchen oder ein Zitronenröllchen in die Hand. Von daher ist mir unverständlich, warum Abermillionen von Steuergelder in solche Projekte wie CERN gesteckt werden, wo auch nur Teilchen beschleunigt werden. Naja…
Was aber langsam wirklich erstaunlich ist… Nils kann schon ziemlich gut stehen. Zwar krabbelt Nils Henning noch nicht, aber er kann schon mehr als ´ne Minute, wobei man ihn gar nicht stützen muß, sondern man ihn nur 2 Finger reicht, an denen er sich festhält, damit er nicht umkippt. Toll ist auch, dass Nils dabei andauernd grinst und manchmal sogar vor Freude kreischt, wenn er auf seinen 2 Beinen steht. Ob sich die ersten Menschen auch so schlapp gelacht haben, als sie den aufrechten Gang entdeckt haben? Wenn ja, muß Homo erectus ein lustiger Zeitgenosse gewesen sein. Ich werde mal Kontakt mit einigen Anthropologen aufnehmen müssen. Ich glaube nicht, dass denen das bisher bewusst war.
Eigentlich sollten Babys irgendwann mit dem Krabbeln anfangen, wofür es noch ein klein bisschen zu früh ist. Aber es sieht so aus, als ob er eher stehen kann als krabbeln, denn bisher schiebt er sich beim Krabbeln eher nach hinten (sozusagen eine negative Beschleunigung), was etwas unvorteilhaft ist, wenn man vor sich das Spielzeug liegen hat.
Sonst gibt´s noch zu berichten, dass weiterhin der Kater für Nils sehr interessant ist, was unserem Stubentiger schon so manches Harrbüschel gekostet hat, dass dann Nils in der Hand hatte. Denn Nils streichelt ihn nicht wirklich, sondern grabscht nach ihm … Vielleicht werden so Nacktkatzen gezüchtet, indem man kleine Babys auf sie losläßt?
Aber obwohl Nils etwas grobmotorisch in Sachen Streicheleinheiten ist … was Mama und Papa auch schon mehrfach erfahren durften … wird unser Kater immer ruhiger und gelassener. Die beiden haben sich mittlerweile nicht nur aneinander gewöhnt, sondern zeigen auch gegenseitiges Interesse. Während der Kater mal schnuppert, ist Nils´ Interesse mehr handwerklicher Art. Ich hoffe - auch für den Kater - dass Nils irgendwann mal begreift, dass Tiere wie ein geölter Blitz stiften gehen, wenn man ihnen die Haare rausrupft oder sie mit 130 Dezibel anschreit, wenn man ungefähr 5cm von ihren Gehörgang entfernt sitzt… auch wenn man damit nur seine Freude ausdrücken möchte.
Er hat den Kater eben gern.


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11.10.2008
Nun ist es soweit. Nils hat seinen ersten selbsttätigen Schritt gemacht, wobei man ihn aber natürlich an den Händen nehmen muß… sonst fällt er ja um… aber er stand nicht nur da, sondern machte plötzlich einen Schritt mit dem rechten Bein nach vorne. Das hat er sogar einige Augenblicke später wiederholt. Allerdings wieder mit rechts. Ich hoffe, das ändert sich dann mal, sonst wird er nur im Kreis gehen. Das wäre nicht so wahnsinnig toll, aber ich denke, dass er das auch irgendwann hinbekommt, ansonsten kann er ja immer noch Techniker beim CERN in der Nähe von Genf werden und da den Tunnel ablaufen und LHC (Large Hadron Collider) kontrollieren. Der Ring ist 27 km lang.
Ach Quatsch.. geht ja gar nicht… der Radius ist ja viel zu groß. Naja, dann kann er immer noch ne Glühbirne in eine Deckenfassung eindrehen, ohne die Hand zu drehen und abzusetzen. Wenn er aber den Sternschritt perfektioniert und dann auch noch lernt, das andere Bein zu benutzen, dann kann er ja auch Basketballspieler werden.
Tja… was ist sonst so passiert?
Ach ja… der Kater hat endgültig Mama und Papa den Rang in Nils´ Gunst abgelaufen.


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12.10.2008
Verdammt… es ist nicht nur eine Vermutung… heute hat Nils es noch einmal verbal unterstrichen. Nils juchzte laut, wobei man richtig raushörte, dass dahinter immense Freude stand, als… ja als … der Kater ins Wohnzimmer kam und Nils ihn entdeckte. Daß er selbst dabei zwischen Mama und Papa saß und wir beide uns um ihn kümmerten und bespaßten, war scheißegal. Kater is the King. Noch mach ich mir und Mama keine Sorgen, denn er freut sich ja auch bei uns. Aber wenn das so weiter geht, werde ich beim nächsten Karneval mal nach 2 Katzenkostümen für Mama und Papa Ausschau halten.
Ansonsten ist er auch immer hellauf begeistert, wenn er sich im Spiegel sieht. … Ich meine natürlich Nils und nicht unseren Kater. Da Nils sich auch anscheinend auf Bildern erkennt und sich dann freut und lauthals schreit, sag ich ihm immer, wenn er in den Spiegel schaut, dass das ein brandaktuelles Foto von ihm ist.
Ich hoffe, er merkt das noch nicht und fühlt sich nicht verarscht…. Kann aber auch sein, dass deshalb der Kater so beliebt bei unserem Sonnenschein ist. Der veräppelt Nils ja nicht.
Ach … und noch was. Bin gerade auf ´ne Idee gekommen, wie ich ein bissel Knete nebenbei verdienen könnte, dass dann Nils in eine Sparbüchse bekommt. Ich nenne sie: „Gästebuch-Papa-Guru“! Man schickt einfach ne Frage per Gästebuch an Papa und die werde ich dann beantworten. Wenn andere im Fernsehen Werbung für ´n „SMS-Guru“ machen (http://www.smsguru.de), wo sie für die Beantwortung einer noch so doofen Frage 1.99€ verlangen, dann kann ich das auch und viel günstiger. Außer den Beispielfragen auf der Webseite des SMS-Guru, kommen im Fernsehen noch ein paar Knaller vor. Beispiele gefällig? Aber gerne: „Wie werde ich Millionär?“ – „Was sind die Lottozahlen vom nächsten Samstag?“ – „Was ist der Sinn des Lebens?“ oder „Sind die echt?“, während die Fragestellerin auf ihre sekundären Geschlechtsmerkmale in Höhe des Thorax deutet. Also so was kann ich auch! Sinnfreie Antworten auf sinnlos dämliche Fragen geben … und das noch für einen guten Zweck, denn das Geld streichen Nils und ich ein.
Ich bin mal gespannt, ob´s funzt.
Ach noch was … wenn einer weiß, was „Schnuppi, schnuppi“ bedeutet, dann bekommt er die erste strunzdumme Frage umsonst beantwortet.
Nachtrag:
Sensation!!! Nils hat, während Papa ihn an den Händen hielt, vier wackelige Schritte hintereinander gemacht und zieht sich selbstständig aus dem Sitz in den Stand hoch, wenn man ihm die Hände reicht.


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28.10.2008
Also mittlerweile sind ein paar Schritte an der Hand bei Nils zwar immer noch etwas Besonderes, aber nicht mehr selten. In der Zwischenzeit hatte Papa auch mal Geburtstag, aber kommt irgendwie nicht mehr zum Bloggen. Mama hat ihm übrigens unter anderem folgendes Geschenk gemacht:
http://de.youtube.com/watch?v=fwnzXaCSnqA
(für WoW-kundige: das ist mein 70er Char Mechlon, mit dem Mama etwas durch die Lande geritten ist)


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02.11.2008
Zu Nils kann man sagen, dass er etwas sicherer im Umgang mit unserem Kater wird, will heißen: wir haben KEINE Nacktkatze, da Nils ihm nicht mehr die Haare ausreißt, wenn er ihn streicheln möchte. Ganz spaßig sah es aus, als Nils heute unserem Kater beim Essen zuschaute. Man muss dazu wissen, dass wir abends unserem Kater Queequegg eine Spielkugel geben, in der Trockenfutter gesteckt wird, welches dann durch das Spielen nach und nach raus fällt. Nils wollte entweder den Kater streicheln oder die Kugel haben.
Irgendwie hab ich eh das Gefühl, dass Nils sich ähnliche Marotten aneignet wie unser Kater, mit denen die beiden uns den Nerv rauben wollen. Unser Kater jankt und mault, wenn man hinter sich die Badezimmertür zumacht (es gibt Dinge, da möchte man alleine sein). Er postiert sich dann davor und gibt keine Ruhe bis man die Tür öffnet. Nicht das er herein möchte und vielleicht auf die Katzentoilette muß – NEIN! Er kommt rein, schaut einmal sich um, als wollte er sagen, „Alles in Ordnung. Weitermachen!“ und verpisselt sich wieder.
Klein-Nils wird sofort wach, wenn man ihn ins Bett legt, ist aber dann sofort ruhig, wenn man ihn wieder auf den Arm nimmt. Legt man ihn wieder ins Bett, fängt das Quengeln wieder an. Ich glaube langsam, dass er und der Kater da gemeinsame Sache machen und eine koordinierte Strategie verfolgen, um uns in den Wahnsinn zu treiben.
Dem Verfasser diesen kleinen Liedes geht es wohl ähnlich:
http://de.youtube.com/watch?v=MSDo8DPxNBA
Ansonsten hat Nils in der Zwischenzeit noch diverse Frauenbekannschaften gemacht … dieser Schlingel.
Beim Einkaufen – als Mama beim Friseur saß – ist Papa mit ihm durchs Einkaufszentrum. Im Buchladen hat er dann die beiden Verkäuferinnen angelächelt, wobei diese ihn dann mit Komplimenten überhäuften. Normalerweise fremdelt er ja etwas, aber bei diesen beiden nicht. Tststs … okay … er hat Geschmack … die waren ja auch nicht von schlechten Eltern.
Woanders hat er dann noch von einem circa 3-jährigem Mädchen ein Ohr massiert bekommen. Ich frag mich langsam, was unser Kleiner an sich hat, dass er schon in so jungen Jahren die Frauen rumkriegt? Dabei fällt mir ein, dass meine Cousine ihrem Hund die Ohren krault, weil das wohl gut fürs Selbstbewusstsein sein soll. … Wie gut ist das dann fürs Selbstbewusstsein von Nils, wenn er die Ohren von einem Mädchen gekrault bekommt?
Ich denke, er wird ein Aufreisser!
Mittlerweile brabbelt Nils auch immer mehr. Statt „lalala“ und Aaaaaaahaaa“ ist jetzt das meistgenannte Wort von ihm „hata“. Dieses dann auch in verschiedenen Variationen. Also „haata“ oder „hatta“. Aber auch „hataaaa“ sowie „hata-a“ werden oft benutzt.
Irgendwie ist jetzt alles für ihn „hata“.
Wahrscheinlich steckt aber dahinter wieder unser Stubentiger und „hata“ ist nur der Versuch von Nils, „Kater“ zu sagen. Es wird eh dazu kommen, dass Nils eher Kater als Mama oder Papa sagt.


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16.11.2008
Es ist nicht zu fassen. Es geschehen noch Zeichen und Wunder!
Nils hat quasi zum ersten Male in der Nacht vom 14. auf den 15.11. durchgeschlafen. Dabei hatten wir für diese Nacht das Schlimmste befürchtet. Aber das „Wunder“ mal von Anfang an erzählt. Also meine Schwester wollte groß ihren 50.Geburtstag feiern. Das aber nicht zuhause, sondern mit vielen Leuten in einer gemauerten Scheune. Das ganze sollte um 19:30 anfangen, also wenn wir normalerweise Klein-Nils langsam bettfertig machen, auch wenn das mal in Ausnahmefällen bis halb 10 dauern kann bis er endlich eingeschlafen ist. Dann knöttert aber auch meistens rum und man muß ihn dauernd rumtragen.
Man kann sich also vorstellen, dass wir ein kleinwenig – und Mama ganz besonders – Panik vor dem Tag hatten. Mama wollte sogar nur bis maximal 21:00 bleiben, da sie davon ausging, dass der Partylärm und die ganzen Leute, die andauernd so ein süßes Bab begrabbeln wollen, den Kleinen komplett durcheinander bringen und das Ganze eh in einem Fiasko, sprich: schreiendem und weinendem Kind endet. Man möchte normalerweise bei so einer Party etwas länger bleiben, weil ist ja was Besonderes. Aber da war in den Tagen vorher wenig mit Mama zu machen. Ich konnte dann aber durch diverses Verhandlungsgeschick noch beim Gang zum Auto 23:00 herausschlagen, unter der Vorraussetzung, dass Nils nicht knöttert und es ihm gut geht. Sobald er anfangen würde, sich aufzuregen oder in irgendeiner Form es stressig für ihn wird, müssten wir die Segel streichen.
„Ok. Versprochen, Mama!“
Also ab ins Auto und auf zur Party.
Die Vorzeichen standen nicht gut. Nils fing schon im Auto an zu schreien. Wahrscheinlich weil es draußen total dunkel war und er nicht gewohnt ist, um diese Uhrzeit noch auf Reisen zu gehen. Am Veranstaltungsort angekommen, wurde er dank Rumtragen von Papa wieder ruhig. Mama schaute aber schon auf die Uhr.
Dann kamen natürlich der ein oder die andere auf uns zu und wollten wissen, wer der kleine Süße ist und natürlich – wie Erwachsene nun mal bei Babys sind – auch mal ihren Finger nach ihm strecken und Pieksen oder was weiß ich. Was Erwachsene nun halt so machen, wenn bei ihnen im Kleinhirn der Schalter auf Babymodus umswitscht und das Großhirn aussetzt. Einige Exemplare der Gattung Mensch fangen dann sogar wieder an zu brabbeln, als ob sie genauso alt wären wie das Baby ihnen gegenüber.
Nils … jetzt kaum noch Henning genannt (Nils hört sich bei einem Baby halt einfach süßer an, aber später kann man ja immer noch wechseln oder er sucht sich selbst aus, was er besser findet) … verzog hin und wieder das Gesicht, wurde aber mit zunehmender Dauer immer aufgeweckter und interessiert an Leuten und Umgebung. Erst um 21:00 schlief Nils ein, was mir Argumente lieferte, Mama davon zu überzeugen, doch noch was zu bleiben, zumal er ruhig vor sich hin träumte. Zum Glück kam ich noch beim Gang aus dem Haus auf die Idee, seine Wippe mitzunehmen, in der Nils ganz gerne auch schläft. Jedenfalls lieber als in seinem Bett. Durch Anschnallgurt ist sie auch sicher genug. Da aber noch ein Hund anwesend war, verbrachte Nils sein erstes Nickerchen nicht auf dem Boden, sondern wir stellten die Wippe etwas abseits auf ein großes Weinfass und wechselten uns dabei ab, auf unseren Kleinen aufzupassen.
So weit, so gut.
Während die Party in vollem Gange war, hatte ich Nils mittlerweile schon aus dem Nebenraum vom Fass genommen, da er sich auch nicht von der Musik stören ließ und im Partyraum ebenso gut schlief. Mama fand langsam Gefallen an der Party und dem Umstand, dass sie endlich nach langer Zeit mal feiern konnte. Als Nils dann mal wach wurde, bedurfte es wenig Überzeugungskraft, sie zum Bleiben zu motivieren, zumal Nils schon nach kurzer Zeit wieder im Land der Träume war.
So weit, so gut.
Als Nils dann aber schön weiter knackte, wurde Mama irgendwann etwas ungeduldig, denn die verabredete Zeit von 23:00 war schon leicht überschritten. Als Argument für Bleiben konnte ich natürlich anführen, dass es Nils total toll geht. Er schlief ja sehr friedlich und ihn nun extra wecken, um nach Hause zu fahren, dass wäre doch ziemlich gemein.
Ein Argument, welches schwerlich gekontert werden konnte.
Als es dann aber halb 1 war und Mama langsam die Augen zufielen, da verfrachtete ich Nils vorsichtig in seinen Autositz, damit wir fahren konnten. Trotz aller Vorsicht wurde er aber wach, fing aber gar nicht an zu quengeln, ungeachtet der ungewohnten Umgebung. Auch im Auto alles roger, so dass wir mit einem gut gelauntem Baby zuhause ankamen. Da wollte unser Kleiner, eben noch mal ne Zwischenmahlzeit reingepfiffen, aber nicht mehr schlafen, so dass er mit Papa ins Wohnzimmer ging. Dort wurde dann gekuschelt, wobei erst Nils, danach auch Papa einschlief. Als ich dann wieder nach kurzer Zeit aufwachte, legte ich Nils in sein Bett, wo er dann – oh Wunder – noch bis um 7 Uhr morgens schlief.
Und was lernen wir daraus?
Nils braucht ne Party, um einmal lange durchzuschlafen.


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20.11.2008
Da Mama heute Vormittag unterwegs ist, passte Papa mal auf Klein-Nils auf. Und dabei habe ich dann entdeckt, dass unser Sprössling nun auch oben 2 Zähne bekommt. Jetzt kann er also wie ein Biber alles klein raspeln.


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12.12.2008
So … jetzt ist schon ein bisschen Zeit vergangen, seit ich das letzte Mal etwas von unserem Racker berichtet habe. Mittlerweile ist Nils 9 Monate alt und entwickelt sich prächtig. Seit ein paar Wochen kann er zielstrebig auch vorwärts krabbeln, wobei die Geschwindigkeit sich stetig steigert, was bei Mama … und auch schon mal bei Papa … zu http://de.youtube.com/watch?v=9AlH2oYedfk
also
http://de.youtube.com/watch?v=tjiC6xM5nAM
Zum Nikolaus gab´s für Nils sogar einige Überraschungen. Von Mama gab´s ein Auto und einem Ball … von Papa ´nen feuchten Händedruck, da er wusste, dass Mama nicht widerstehen kann und Nils schon ein paar Sachen holen wird … und noch mehr Spielzeug auf einmal? … was soll der kleine Nils alles damit anfangen?
Abends ging es dann noch auf die Birthdayfeier seines… äh … also er ist mein Schwager … *überleg* … dann ist er Nils´… *überleg* … äh …*grübel* … äh … keine Ahnung … ist jetzt auch wurscht … jedenfalls abends Feier und da gab es dann von der nahen Verwandschaft (Danke an Michael, Birgit, Claudia, Achim) ein Telefon von Fisher-Price … äh … nein … DAS Telefon von Fisher Price(kurze Schleichwerbung) und drei … ich nenn sie mal … Multifunktionswürfel … mit Zahlen und Buchstaben drauf sowie Sonne, Mond, Katze, Hund, Blume, Biene (bei Letzterem fällt mir jetzt ein, dass irgendwann er mal aufgeklärt werden muss und ich jetzt schon weiß, wer das übernehmen darf … nämlich ich). Außerdem hat jeder einen Knopf, womit diverse Rasselgeräusche ausgelöst werden.
Soviel zum Thema Spielzeug für Kinder!
Zur Zeit kümmert sich Papa mal komplett um Nils, was ziemlich spaßig ist, denn es ist doch mal was anderes, wenn man so einen kleinen Racker 24h um die Ohren hat, als nur mal abends und am Wochenende. Zum Beispiel ist es erstaunlich, was alles in so einen kleinen Nils reinpasst. Ich war völlig baff als er eines Nachts aufwacht und die ganze Pulle (250ml) auf einmal leer säuft. Und auch was tagsüber an Breien, gequirlten 5-Gänge-Menüs und Babykeksen in so einem Schelm verschwindet, ist überwältigend. Ich glaube, ich esse zur Zeit weniger!
Ansonsten ist es echt erstaunlich, was man so mit Nils erlebt. Normalerweise lachen ja kleine Kiddies, wenn man irgendwelche Faxen macht oder selber lacht und so weiter … also eigentlich eher als Reaktion auf etwas. Naja … anscheinend entdecken so kleine Würmer irgendwann den eigenen Sinn für Humor bzw. entwickeln den ersten eigenen Witz. Nils hat abends beim Füttern nämlich plötzlich auf den Löffel gebissen und diesen nicht mehr losgelassen. Da hab ich noch gar nicht gemacht, sondern mich erst einmal gewundert. Dann wollte ich den Löffel zurückziehen, aber Nils ließ das nicht zu, hatte den Mund geschlossen und biß weiter feste auf den Löffel … und dann schaut Nils mich an und fängt an zu grinsen, dabei drauf achtend, dass er den Löffel nicht frei gibt. Das war echt süß anzusehen, wie er von einem Ohr zum anderen grinste, aber weiter den Löffel mit seinen vier Zähnchen festhielt. Dann musste ich lachen und Nils lachte laut mit - immer noch mit dem Löffel im Mund!. Irgendwann durfte ich ihn wieder haben. Das dieser Streich von ihm kein Zufall war, sondern alles Absicht, merkte ich sofort im Anschluß, denn jetzt wurde jedes Mal, wenn ich ihm den Löffel gab, dieser festgehalten und ich schelmisch angegrinst. Also hab ich einfach schneller den Löffel rein und wieder raus aus dem Mund, was dazu führte, dass Nils jedes Mal grinste, als ob er sagen wollte „Wenn du langsamer bist, dann halt ich den Löffel wieder fest“!
Einen Tag und mehrere „normale“ Fütterungen später, passierte es wieder. Er biß auf den Löffel, fing an spitzbübisch zu grinsen und ließ den Löffel dann aber wieder los … allerdings mit einem Ausdruck im Gesicht … nach dem Motto: „Siehste, ich kann es immer noch und hab es nicht vergessen. Wenn ich will, dann beiß ich einfach auf den Löffel!“ … Die weitere Fütterung war dann aber wieder normal … außer dieses schalkhafte Grinsen jedes Mal, wenn ich ihm den Löffel gab und ich damit rechnete, dass er gleich wieder drauf beißt … das passierte aber nicht … es blieb nur das Gefühl bei mir zurück, dass mein Sohn mich gerade verarscht!


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11.02.2009
Oh, mein Gott! Da ist aber viel Zeit ins Land gegangen und der ganze Weihnachtsstreß und noch ein paar andere Dinge sowie einfach Schusseligkeit haben dazu geführt, dass in letzter Zeit Papa nicht geblogt hat. Aber das wird nachgeholt.
Also ein kurzer Abriß der letzten 2 Monate.
Weihnachten:
Mama und Papa können sich nicht einigen. Mama möchte unbedingt sein Geschenk (ein Spiel- und Lerntisch von Fisher Price) schon vor Weihnachten geben. Papa ist da eher traditionell und verweist darauf, dass Weihnachten nicht am 20.12. ist. Die Diskussion endet abrupt, weil Mama in Abwesenheit von Papa (der gerade Einkaufen ist) das Geschenk ausgepackt hat. Als Papa nach Hause kommt und die Szene sieht (Nils und Mama am Spieltisch), wird Papa das Gefühl nicht los, als ob Mama sich nicht ein klein bisschen selbst beschenkt hat … „Schau mal Papa, ist das nicht lustig!“
Dann rückt Heiligabend heran.
Nils ist bereits Party erprobt. Also sehen wir dem Fest gelassen entgegen… allerdings ist mir „wir“ Nils und Papa gemeint, denn Mama macht sich wie immer etwas Sorgen. Es könnte ja sein, dass Nils verstört wird, weil er aus seinem Schlafrhythmus kommt oder er anfängt zu heulen, weil er fremdelt oder die Hunde der Verwandtschaft ihm zu nahe kommen oder oder oder… ich weiß es nicht mehr. Allerdings wird alles anders und Nils ist der Star des Abends. Er nimmt gelassen die Geschenke entgegen, wobei er noch Probleme beim Auspacken hat. Zwischen Bescherung und Essen buhlen die Groupies (seine 3 Cousinen und seine Tanten) um seine Gunst. Danach wird sich hingelegt. In den nächsten Tagen werden dann die Geschenke (Bobbycar, Schaukelpferd, Spielzeug für die Badewanne) erstmal ausprobiert.
Am 27.12. sind wir alle bei Saturn. Auf dem Nachhauseweg kann es Papa nicht lassen und will unbedingt die Eisklumpen an einem kleinen „Bach“ begutachten. Dieser kommt allerdings aus einem Rohr nahe des Weges. Aufgrund der Steigung kann er aber nur alleine dort hin, so dass Nils im Kinderwagen bei Mama bleibt. Nachdem Papa es schafft, NICHT auf einem der glatten Steine auf die Fresse zu fliegen, sich aber die Hose dreckig macht als er für Mama größere Eisklumpen rausbrechen will, entdeckt er etwas großes rotes im Wasser und ist verärgert über die Umweltsau, die hier ihre Plastiktüte hingeschmissen hat. Beim Näherkommen erweist sich die Plastiktüte als großer roter Goldfisch, (ca. 30cm lang und 20cm hoch) und Papa´s Sehkraft als nicht mehr 100%ig. Das Tier ist zwischen Steinen eingeklemmt und nach einer ersten Untersuchung noch durchaus lebendig, wenn auch etwas träge (ist halt Winter). Weniger träge ist dann Papa, der den Abhang hoch rennt und aufgebracht gestikulierend versucht Mama klar zu machen, was er gerade entdeckt hat. Papa verurteilt die Sau, die hier statt Plastiktüten ihren Fisch entsorgt. Sofort muß gehandelt, um den Patienten vor dem sicheren Verhungern, Erfrieren, Ertrinken oder was auch immer zu retten … egal… Der Fisch wird mit viel Wasser vorsichtig in eine große Plastiktüte überführt und im Laufschritt der nahe liegende See angepeilt. Allerdings erweist sich die riesige Einkaufstüte voll mit Wasser nicht nur als außerordentlich schwer, sondern auch als löchrig. Zwar verliert sie nicht annähernd soviel Wasser als Papa bei seinem Sprint durch Schwitzen (trotz Minusgraden), was aber ausreicht Papa´s Schuhe nass zu machen. Beim See angekommen, muß dann Papa feststellen, dass Minusgerade dafür sorgen, dass stehende Gewässer zugefroren sind … MIST! … Zum Glück sind aber ein paar Leute vom hiesigen Angelverein da, die den Fisch an einer noch offenen Stelle ins Wasser lassen. Ausgepumpt und durchgefroren ist Papa aber über seine gute Tat glücklich und hofft, dass diese mal belohnt wird (… wie war das noch bei dem Fischer und dem Butt? … äh … kann ich mir jetzt was wünschen? … oder gilt das bei Goldfischen nicht?)
Nils bekommt von alledem nix mit und der Fisch wird irgendwann am Angelhaken baumeln.
Sylvester:
War diesmal nichts Besonderes. Sein erstes Sylvester hat Nils verpennt … und Papa und Mama haben, nachdem Nils im Bett war, sich es auf der Couch gemütlich gemacht.
Im neuen Jahr entwickelt sich Nils munter weiter. Er macht schon alle Schränke auf … krabbelt mit Überlichtgeschwindigkeit hinterm Kater her… scheint 8 Arme zu haben, weil er mehrere Sachen gleichzeitig vom Tisch runterschmeißt … zieht an Schubladen … räumt den Wäschekorb ein und aus … steht ohne Mühe auf … läuft an einer Hand … wackelt zur Musik aus dem Radio … flirtet mit Frauen und zieht einem gerne an der Nase…
Leider sagt Nils noch nicht viel. Außer „Hata“ und „Da-da“ war noch nicht viel. Aber er hat schon sein erstes Wort gesagt (am 27.01.09) und es sogar wiederholt. Auch wenn er es mittlerweile wieder vergessen hat, so können wir für die Nachwelt festhalten:
Sein erstes Wort ist „Kater“!!!


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17.02.2009
Was gibt’s Neues? Also eigentlich nicht soooo viel, aber trotzdem kann Papa was loswerden. Mama leitet andauernd Nils´ spätere Berufswahl aufgrund irgendwelcher Zufälligkeiten oder Handlungen von ihm ab. So wird Nils später Hals-Nasen-Ohrenarzt, weil er anderen Leuten so gerne anderen an der Nase zieht. Auch wurde schon Zahnarzt von Mami prophezeit, weil er gerne einem die Hand in den Mund schiebt und dann einem schon mal fast den Unterkiefer rausrupft. Ich will gar nicht wissen, was Nils anscheinend werden soll, wenn er - wie schon mal vorkommt - in die Brust kneift. Ansonsten ist noch Tänzer wohl ne Option, weil er immer öfter zur Musik aus Radio oder PC wackelt. So hat er letztens zur Gruppe „Malaria“ gewackelt, auf dessen Titel ich gekommen bin, weil er soviel Spaß hat, wenn man ihm die Finger überm Spülstein wäscht. Außerdem hat Papa das hin und wieder früher in der Fabrik in Coesfeld gehört… oh Mann… das ist schon 20 Jahre her … und hört sich nicht in dieser Version alles andere als toll an  
naja … Nils hat trotzdem getanzt …
http://www.youtube.com/watch?v=379KlQZ3fBM&feature=related


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18.02.2009
Heute beim Abendessen hat Nils andauernd „wawawawa“ gesagt … oder vielmehr gebrabbelt. Naja und bis auf „da“, „hata“, „lala“ und ein paar anderer Laute, hat er noch nicht viel von sich gegeben, wenn man mal vom Quieken absieht, mit dem er einem das Trommelfell zum Platzen bringen kann, wenn er Spaß in allen 4 Backen hat.
Damit hat sich Nils bisher noch nicht als Sprachgenie geoutet. Ich glaube, es reicht somit noch nicht für die Berufswahl des „Simultandolmetscher“.
Frag mich eh, was das alles so bedeutet, was Nils bisher so von sich gibt.
Vielleicht bin ich auch einfach zu blöde und versteh das einfach nicht was er sagt … so dass eher ich als Dolmetscher ungeeignet wäre und nicht Nils … was vielleicht auch nicht so abwegig ist … schließlich bin ich nicht sooo sprachbegabt … jedenfalls weiß ich nicht was „wawawa“ bedeutet.
Immer nur wawa“, „dada“, „hata“, „lala“ … vielleicht mal „kata“.
Hmmmm … alles endet auf „A“ … *überleg* … da fällt mir ein … vielleicht sind ja Eltern viel stärker verantwortlich bei der Aussprache bzw. Sprachentwicklung ihres Kindes … einfach immer nur „Mama, Papa, Ball“ und „Wal“ vorplappern reicht einfach nicht. Vielleicht fehlen Nils einfach ein paar Vokale.
Ich kaufe ihm mal ein „E“.


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19.02.2009
„Strulli-Strulli, Bulli-bulli“ … das sind nicht die nächsten Sprechversuche von Nils … nein … das ist Mami beim Windelnwechseln. Ich frag mich manchmal, wie soll ein Kind Sprechen lernen, wenn Erwachsene bei Anwesenheit eines Babys oder Kleinkindes in Gebrabbel und Gesabbel verfallen.
Da fällt mir was ein. Vielleicht hatte ich das aber auch schon hier. Irgendwie schließt sich der Kreis des Lebens. Ich wird jetzt philosophisch … oder so was in der Art … An Anfang kann der Mensch nur brabbeln und macht in die Windeln. Irgendwann erhebt er sich, läuft auf 2 Beinen mit denen er auch den Weg zum Klo beschreitet … wenn er nicht weiß wo, dann ist er auch befähigt, andere Mitmenschen nach dem Weg zur nächsten Toilette zu fragen … aber irgendwann fängt er wieder an zu brabbeln und bekommt auch ne Windel. Nur ist die Verpackung dazu nicht mehr mit lustigen Motiven verziert.
Aber generell scheint der Mensch voller Rätsel zu sein. So wundert es mich zum Beispiel, warum Nils so schnell bei ´ner Autofahrt einschläft. Gerade waren wir unterwegs und auf dem Hin- wie Rückweg hat Nils geschlafen. Somit hat er schon mehr geschlafen heute als sonst zu dieser Tageszeit … komisch … denn anscheinend geht das vielen Kindern so. Sie schlafen relativ schnell beim Autofahren ein. Da frage ich mich nur, warum schläft das Kind, aber nicht der Fahrer nicht im Auto ein? Das wäre zwar äußerst unpraktisch, aber warum das so ist, frage ich mich trotzdem.


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26.02.2009
Völlig vergessen zu erwähnen … also deshalb schon ein paar Tage her. Am 19.Februar war Mama unterwegs. Als dann Mama vor der Tür parkte, waren Nils und Papa gerade in der Küche und winkten. Dabei kam dann Papa … ich  … auf die Idee, wenn Nils schon so gut an der Hand oder Wand entlang laufen kann, vielleicht kann er auch mal alleine stehen … wenn er es nicht mitbekommt. Also Nils auf Mama draußen aufmerksam gemacht. Als Mama dann hochblickte, hab ich dann Nils langsam losgelassen, aber darauf geachtet, dass er nicht umfällt … und siehe da … Nils konnte stehen!!! Vor Freude und Mama darauf aufmerksam machen wollend, hob ich die Arme (immer Nils im Blick), so dass Mama sehen konnte, dass Papa ihn nicht festhält und er alleine sich auf den Beinen hält. Wieder ein Entwicklungsschritt. Ich gestikulierte, um keinen Zweifel an Nils´ Standfestigkeit aufkommen zu lassen. Nach 2 min kam dann Mama hoch.
Ich: „Naaaa?!?!?! Wie ist das?! … Toll, oder!!!“
(Begeisterung war mir quasi in Gesicht tätowiert.)
Mama: „Ja.“
Ich: „Wie ja? … äh … ist doch toll?
Mama: „Äh… ja … okay … er stand schon öfters am Fenster.“
(Ein umgefallener Sack Reis produziert ähnliche Gefühlsausbrüche.)
Ich: Wie??? Was … Ne!?! Glaub ich net. Hat er doch nie!?“
Mama: „Doch, schon öfters.“
Ich (verstört, völlig ungläubig und verständnislos): „ER HAT SCHON GANZ ALLEINE EINE MINUTE ODER MEHR GESTANDEN, OHNE DASS MAN IHN FESTHALTEN MUSS???“
Mama: „Wie? … ne… das nicht … Wann soll er denn das gemacht haben?“
ICH (völlig perplex): „Ja gerade eben. Die ganze Zeit als du draußen standest. Haste das nicht gesehn? Ich hab doch sogar extra die Hände hoch in die Luft gestreckt, damit du siehst, dass Nils alleine steht.“
Mama: „Was gesehn? … ach so… ne… das Sonnenlicht schien auf die Scheibe und blendete. Hab nur dich gesehn und wie du so andauernd mit den Händen in der Luft wedelst.“
Ich (raufe mir die Haare und denke): MIST!!!



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